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Snowdyed Garne – Wolle färben mit Schnee

Schon lange fasziniert mich das Thema „Färben mit Schnee“ und als es Anfang Dezember 2023 bei uns etwa einen Meter Schnee hatte, habe ich die Gelegenheit ergriffen und mich endlich den schneegefärbten Garnen gewidmet. Das Tolle am Wolle Färben mit Schnee ist, dass man nie so ganz genau weiß, wie die Farbe am Schluss raus kommt. Es ergeben sich einmalige Effekte und die Farben gehen in Schichten übereinander ins Garn. Es entstehen vor allem marmorierte Garne und Chamäleon-Färbungen
Heute möchte ich euch erklären, wie ich vorgegangen bin und was das Besondere an schneegefärbter Wolle ist.

 

Für das Färben mit Schnee benötigt man einige Dinge:
Schnee (wer hätte es gedacht!)
ungefärbte Wolle im Strang
Säurefarben für Wolle
Salz
Zitronensäure
Ein flaches Gefäß, in dem die Wolle gefärbt wird.

Alle Behälter und Werkzeuge sollten ausschließlich fürs Wolle Färben verwendet werden und danach keinesfalls mit Lebensmitteln in Berührung kommen.
Für den persönlichen Schutz empfehle ich zudem Gummihandschuhe und eine Atemmaske, den Färbestaub reizt die Atemwege.

 


Zur Vorbereitung ziehe ich jeden Strang auf einen wiederverschließbaren Kabelbinder auf, damit sich nichts verheddert.
Dann werden die Wollstränge nebeneinander in das flache Gefäß gelegt, so dass jeder ein bisschen Platz hat.
Ich verwende zum Färben immer Gastro GN-Behälter der Größe 1/1 mit 6,5 cm Tiefe. In diesen Behältern haben 5 Strang Wolle bequem Platz.
Nun kommt eine dünne Schicht Schnee auf die Garne. Ich schaue, dass alles gut abgedeckt ist und möglichst wenig Wolle raus schaut.


Nachdem Zitronensäure, Salz und Farbpulver vermischt sind, wird diese Mischung auf dem Schnee verteilt. Wie viel oder wie wenig man nimmt, ist Geschmacksache und beeinflusst das Färbeergebnis.

Man kann noch eine zweite Schicht Schnee drauf geben und andere Farben drüber streuen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass nicht zu viel des Guten im Behälter ist, sonst läuft beim Schmelzen alles über und es gibt eine furchtbare Sauerei.

 


Jetzt braucht es Zeit und Geduld. Wie bei einem Hefekuchen: einfach in Ruhe lassen und zuschauen, wie sich alles entwickelt.
Mein Schnee brauchte 1-2 Tage, bis er geschmolzen war.

Danach habe ich die Wolle vorsichtig aus dem Behälter genommen und in einen anderen, trockenen Behälter gelegt und fixiert.
Ich mache das immer im Wasserbad in meiner Bain Marie, man kann aber auch die Mikrowelle nehmen, wenn man keine Bain Marie hat.

Danach wird alle gründlich ausgewaschen und getrocknet.

 


Ich bin von meinen Ergebnissen begeistert und werde sicherlich noch öfter mit Schnee färben, sofern es hier Schnee gibt.

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Servus,
eure Stardy

Willkommen in der Welt der Farben

 

Es sind in der letzten Zeit ein paar neue Gesichter dazu gekommen und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich vorzustellen.
 
 

 
 
Ich bin Handfärberin aus Leidenschaft und liebe hochwertige Garne. Das können Edelfasern wie Seide, Cashmere, Alpaka und Kamel sein, aber auch einfach besonders angenehme Merinowolle.
 
Bei der Auswahl meiner Garnbasen achte ich auf Qualität, Herkunft und Tierwohl (Stichwort: mulesingfreie Merinowolle). Den Großteil meiner Garne beziehe ich von Spinnereien in England und Italien, wenn ich jedoch etwas ganz Besonderes für euch entdecke, dann kommt das Garn auch mal aus einem anderen Land.

Bei den Farben lautet mein Motto: "Bunt, Hingucker, aber doch auch alltagstauglich".
Meine Färbungen sind mein kreativer Ausdruck und ich mache ganz viel auch ohne Rezept, sondern nach einer Idee, nach einer "Spinnerey" in meinem Kopf.
Inspiriert werde ich dabei durch Natur und Landschaft, aber auch durch Architektur, andere Kulturen und meine Reisen (die zum Teil leider nur im Kopf und über Fotobildbänden stattfinden).
Sockenwolle darf bei mir auch gerne mal ausgeflippt und knallig-bunt sein.
Die edleren Garne bebunte ich eher mit eleganten Farben, bei denen zum Beispiel der natürliche Glanz der Seide toll wirkt.

Auf dem Foto trage ich das Tuch "Close to You" von Justyna Lorkowska aus einem Strang "Singulo", das Bild ist in der Casa Batllò in Barcelona entstanden.

Ein Wort zu meinen "Singulo"-Färbungen:
Diese gibt es zumeist auf Merino-Garnen, weil hier die Farben kräftiger wirken, als auf Seide.
Jeder "Singulo" ist ein Unikat. Ich bemale sie von Hand, bewusst einzeln, damit jeder etwas Besonderes ist.
Ich habe sie nicht oft, da das Verfahren recht Aufwändig ist.
Du findest sie aber immer in der Kategorie Specials

Socken Stricken leicht gemacht - mit der Bumerangferse

Socken stricken ist gar nicht so schwer, wie immer behauptet wird.
Tatsächlich war mein allererstes Strickstück eine Socke.
Nur Mut, dann klappt das auch!

Inzwischen habe ich einige verschiedene Fersen gestrickt und am einfachsten erscheint mir die Bumerangferse. Sie wird mit verkürzten Reihen gestrickt (keine Angst, das ist nicht einmal halb so schlimm, wie es klingt). Die Bumerangferse besteht aus zwei Teilen, die wirklich leicht zu merken sind.
Ich finde, sie ist schneller zu stricken als die Käppchenferse und sitzt, zumindest bei mir, besser.

Nachdem mit dem Nadelspiel die gewünschte Länge des Schaftes (Top down) oder des Fußes (Toe up) in Runden gestrickt ist, kommt die Ferse.

 Jetzt geht's an die Ferse! (Platinum Sock "Cherry Pie")

Anleitung:

Die Bumerangferse wird in Reihen über die Maschen der 4. und 1. Nadel gestrickt.
Ich stricke hierzu die Maschen der 1. Nadel mit auf die 4. Nadel, damit es weniger Gepfriemel ist.

1. Fersenhälfte:

1. R: Wenn du vorher die Maschen ungleichmäßig auf die 4 Nadeln verteilt hattest, weil so das Schaftmuster einfacher zu stricken war, achte jetzt darauf, dass du genau die Hälfte aller Maschen auf der Fersennadel hast. Eventuell musst du ein bisschen umverteilen.Nachdem alle Maschen der Nadeln 1 und 4 auf einer Nadel (Fersennadel) sind, wird die Arbeit gewendet. 


2. R: Nun kommen die Doppelmaschen der verkürzten Reihen. Dazu wird der Faden VOR die Arbeit gelegt. Du stichst von rechts in die erste Masche ein und hebst sie ab. Beim Abheben ziehst du den Faden nach hinten, wodurch die Masche über die rechte Masche gezogen wird und nun mit 2 Bögen auf der rechten Nadel liegt.
Hier wirklich kräftig nach hinten ziehen, sonst gibt es später Löcher.
Jetzt den Faden vor die Arbeit nehmen und alle Maschen links sticken. Wenden.


3. R: Eine doppelte Masche arbeiten, dann alle Maschen rechts stricken.
Die Doppelmasche der vorherigen Reihe wird NICHT gestrickt. Wenden.


4. R: Eine doppelte Masche arbeiten, dann alle Maschen links stricken, bis vor die letzte Doppelmasche. Wenden.

Die Reihen 3 und 4 werden so oft wiederholt, bis nurnoch 1/3 der Maschen als normale Maschen im Mittelteil übrig sind. (vgl. Tabelle unten) Die Aufteilung ist jetzt: 1/3 Doppelmaschen, 1/3 Mittelteil, 1/3 Doppelmaschen.

Das sieht dann so aus (ich habe hier die Maschen fürs Foto auf 3 Nadeln verteilt): 

 



Jetzt werden 2 Runden über alle Maschen der Socke gestrickt. Die Doppelmaschen werden dabei als eine Masche gearbeitet, also immer beide Bögen zusammenstricken. Wenn du ein Muster am Schaft hast, kannst du es hier bei Nadel 2 und 3 weiter stricken, damit es auf der Voerderseite des Fußes nicht unterbrochen wird. In der zweiten Runde wird nur das erste Drittel der Fersennadel gestrickt.

2. Fersenhälfte: 

1. R: Die Mittelmaschen + 1 Masche danach werden rechts gestrickt. Wenden.
2. R: Eine Doppelmasche stricken. Die Mittelmaschen + 1 Masche danach links stricken. Wenden.
3. R: Eine Doppelmasche stricken. Die Mittelamschen + Doppelmasche der Vorrunde + 1 Masche rechts stricken. Wenden.
4. R: Eine Doppelmasche stricken. Die Mittelmaschen + Doppelmasche der Vorrunde + 1 Masche links stricken.

Die Reihen 3 und 4 werden so oft wiederholt, bis alle Maschen der Fersennadel als Doppelmasche gearbeitet wurden. Nach der letzten Rückreihe wird die Arbeit gewendet und noch 1 Doppelmasche gestrickt.
Jetzt geht es mit dem Fußteil weiter in Runden, je nach Socke wird auch hier das Schaftmuster wieder aufgenommen. (Vorsicht, wenn du die Zwischenrunden im Muster gestrickt hast, dass du jetzt mit Musterreihe 3 weiter machst).

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stricken!

Servus,
deine Stardy

 

PS: Das Muster ist Tuovi's Herbstsöckchen von Fido-Knits.
Die Wolle ist die "Cherry Pie". Du findest sie hier




 

Sockentabelle für 4-fädige Sockenwolle
(Lauflänge 400-425m / 100g), gestrickt mit NS 2,25-3

Größe Maschen
anschlagen
Maschen-
verteilung
22/23 44 7 / 8 / 7
24/25 48 8 / 8 / 8
26/27 48 8 / 8 / 8
28/29 52 8 / 10 / 8
30/31 52 8 / 10 / 8
32/33 56 9 / 10 / 9
34/35 56 9 / 10 / 9
36/37 60 10 / 10 / 10
38/39 60 10 / 10 / 10
40/41 64 10 / 12 / 10
42/43 64 10 / 12 / 10
44/45 68 11 / 12 / 11
46/47 72 12 / 12 / 12

Vom Wollrest zum Lächeln

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]
 
 
Wer kennt das nicht?
Wollreste, wohin das Auge reicht.
Ganz selten ist ein gestricktes oder gehäkeltes Projekt exakt mit dem Ende des Wollknäuls fertig.
Oft sind noch einige Gramm oder gar ein halbes Knäul Wolle übrig.
Doch was macht man jetzt damit?
Ich sammle diese Restwolle seit einiger Zeit in einem hohen, dekorativen 2-Liter Glas, das dicht schließt.
Genauso mache ich es mit den abgeschnittenen vernähten Fäden.
Sieht hübsch aus und vielleicht kann man ja mal was daraus machen?
 




Halbe Knäule habe ich lange zu Kindersocken verarbeitet, als ich noch täglich 2 Stunden mit dem Zug gefahren bin. Heute spende ich sie für den Guten Zweck. Es gibt viele Vereine und Gruppen, die für kranke Menschen, Kinder in Heimen oder im Hospiz, oder für Obdachlose stricken.
Dort freuen sich die (zumeist) Strickdamen auch über sogenannte "Reste".
Doch was tun mit kleinsten Wollresten?
Bei 2-5g geniere ich mich, die dann zu spenden. Da lege ich lieber ein ganzes Knäul extra in den Karton.
Nach ein wenig stöbern bei Ravelry und Instagram habe ich ein paar entzückende Anleitungen gefunden, was man denn aus kleinsten Wollmengen machen kann.
Besonders gefallen mir gestrickte Tiere, wie zum Beispiel diese Strickvögel.
 



Die Anleitung gibt es kostenlos auf Ravelry.
Sie ist auf Englisch und Holländisch erhältlich. Aber auch wenn man kein Englisch kann, ist sie verständlich, solange man ein paar Strickbegriffe kennt.
Gestrickt sind sie mit einem Nadelspiel in knapp 45 Minuten.
Benötigt werden keine 5g Wolle und ein klein bisschen Stopfwatte (oder eine Hand voll Fadenenden aus dem zweiten Dekoglas).
Ich finde, diese Vögelchen machen sich in allen möglichen Farben und Garnen ganz toll.
Der graue gestrickte Vogel ist aus Yak Sock in Steingrau.
Das blaue Vögelchen habe ich aus einem kleinen Rest Platinum Sock in der Färbung "Matisse" mit Sprenkeln gestrickt.

Ich freue mich auf weitere kleine Stricktiere, denn im Hause Stardy wird auch viel jahreszeitlich dekoriert.
Die Designerin Sara Elizabeth Kellner hat übrigens noch einige wirklich goldige Tiere in ihren Anleitungen und ein paar davon könnt ihr auch gratis bekommen.
Ich wünsche euch frohes Stöbern und viel Spaß beim Stricken!
 
Eine weitere Idee, die mir die liebe Sandra grade zugetragen hat, sind Haarbänder (neuerdings heißen sie Scrunchies). Da ich raspelkurze Haare habe, nix für mich, aber früher habe ich sie geliebt! Und als Geschenk sicher eine tolle Idee.
Kostenlose Anleitungen findet ihr natürlich zu Hauf auf Ravelry. Ich hab schonmal für euch gefiltert.
 
Was machst du mit Wollresten?
Ich freue mich auf eure Tipps und Ideen!
 
Servus,
eure Stardy






Auf den Nadeln im April

[Enthält unbezahlte Werbung, aus Überzeugung]

Viel gestrickt habe ich im April wirklich nicht.
Aber trotzdem möchte ich euch meine Ergebnisse für diesen Monat vorstellen:

Ich stricke nun schon seit Anfang diesen Jahres an meinem White Out von Mairlynd (Melanie Berg). Das Original wird mit etwas dickerer Wolle gestrickt, als ich sie gewählt habe (365m/50g). Ich habe mich für eine noch leichtere, feinere Variante entschieden und ein feines Yak-Garn gewählt, das ich bei der lieben Bianca von Bibis Färbewerkstatt erworben habe. Das Garn hat 450m/50g und besteht zu 100% aus Yakwolle. Mein Tuch wird am Ende knapp über 100g haben, statt der 150g, die das riesen Tuch trotzdem zum Leichtgewicht machen.
Fertig geworden bin ich allerdings nicht. Es fehlen noch 64 Reihen Lace-Teil.
Ich hoffe, damit bis Mitte Mai durch zu kommen.
Die Anleitung ist gut und verständlich geschrieben und die Streifen in kraus rechts sind ideal für Knitflix (stricken am TV). Aber für das Lace-Muster fehlt mir am Abend oft die Konzentration. Und dann will ich nicht nur eine Reihe stricken, sondern am liebsten gleich ein paar.

 



 


Fertig geworden sind meine Regenbogensocken aus meiner neuen Färbung "Dark Rainbow" auf Merino Silk Sock. Diese plastikfreie Wolle nimmt die Farben sehr gut auf und bringt sie traumhaft zum Leuchten. Dazu der Glanz der Seide! Ich wollte unbedingt sehen, wie der Regenbogen aussieht, bevor alle verkauft sind. Die Regenbögen gibt es auch mit Weiß, statt in dunkel.

 

 

Auch viel Freude hatte ich an den kleinen gestrickten Vögeln "Bluebird of Happiness" (gratis bei Ravelry) von Rabbit Hole Knits. Sie verbrauchen keine 10g Wolle und sind so ganz toll für Wollreste geeignet. Gestrickt sind sie in ca 45min. Ein bisschen pfriemelig, so wenige Maschen auf dem Nadelspiel, aber sie machen richtig Spaß :)



Sind die nicht herzallerliebst?
Davon wirds bestimmt noch mehr bei mir geben.


Was es sonst noch gab:

- im Garten weiter gemacht und alles für die Reparatur unseres Gewächshauses vorbereitet, damit die Tomaten endlich raus können

- den Teich geputzt

- Stoffe geshoppt für neue Projekttäschchen

- mich endlich an Sauerteigbrot gewagt. Ich bin begeistert! 




Und jetzt mit neuem Schwung in den Mai!

Servus,

eure Stardy

Aktuell

Wichtige Änderungen ab 15.Juni 2025

Liebe Schläufchenpiekser, verehrte Kunden, seit 01.04.2025 ist die Wolle mein Haupterwerb, mein Brotjob, und nicht mehr ausschließlich Herze...