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Maschenprobe: Hassliebe! (WollWissen #2)

(enthält Links zum Shop)


Zur Maschenprobe pflegen ja viele Strickende Menschen eine absolute Hassliebe!
So auch ich. 

Da hat man ein neues Projekt in der Planung, will uuuunbedingt sofort loslegen.... und dann muss da noch die Maschenprobe sein.
Muss sein?
Nunja, das ist ein deutliches "Jain!"

Warum lohnt es sich also, dieses Ding trotzdem zu stricken?

Bei Socken mache ich keine Maschenprobe mehr, sondern komme gut mit Erfahrungswerten zurecht.
Ich weiß, dass ich bei meiner Strickweise nur dann mit den Werten aus der Sockentabelle arbeiten kann, wenn ich NS 2,25 nehme, statt NS 2,5 (wie eigentlich empfohlen wird).

Auch wenn bei vielen Garnen inzwischen die Maschenprobe auf der Banderole steht, empfiehlt es sich trotzdem, eine zu machen, wenn man vorher mit dem Garn noch nicht gearbeitet hat. Jedes Garn verhält sich anders und jeder Mensch strickt anders. Der eine locker, der andere fester. Und so kann sich die Maro deutlich unterscheiden.

Aber was ist, wenn der Pullover trotz passender Maschenprobe nicht passt?

6 Wochen Arbeit und trotzdem zu groß?
So ist es mir ganz häufig gegangen.
Trotz passender Maschenprobe ist der Pulli einfach 2 Nummern zu weit....

Hier verrate ich dir 3 wichtige Tricks, die du bei jeder Maschenprobe beachten solltest!

1.) Immer im Muster

Die Maschenprobe solltest du immer in dem Moúster stricken, das für die MaPro in der Anleitung angegeben ist!
Wenn dort steht, du sollst sie im Rippenmuster (2re 2li) stricken, bekommst du ein falsches Ergebnis, wenn du sie in glatt rechts strickst.
Wie im WollWissen #1 geschrieben, verhalten sich Maschen unterschiedlich. Linke Maschen gehen in die Breite und rechte ziehen in die Länge. Und so zieht sich jedes Muster anders zusammen.



2.) In Runden oder Reihen

Für mich entsteht die größte Abweichung bei der Maschenprobe, im Unterschied zwischen Runden und Reihen.
Oft wird die Maschenprobe der Einfachheit halber in Reihen gestrickt.
Und genau da kommt für mich der deutliche Größenunterschied bei Rundgestricktem her!
Ich stricke in Runden lockerer, als in Reihen. Und so kann eine Maschenprobe schon mal 2 Maschen auf 10cm abweichen.
Bei einem Umfang von 100cm macht das immerhin 20 Maschen aus!
Das sind dann unter Umständen schon mal 10cm zu viel Weite!

Daher stricke ich für Rundgestricktes (z.B. Pullover, T-Shirts, Cowls, Mützen,...) Die Maschenprobe immer in Runden.
Das ist ein bisschen Tricky.

Du beginnst, wie wenn du sie in Reihen strickst.
Am Ende der Reihe schiebst du das Strickstück ans andere Ende der Rundstricknadel und lässt den Arbeitsfaden hinten locker als Spannfaden mitlaufen.

Wenn du deine 10x10cm gestrickt hast, legst du ein Maschenprobenmaß auf und kannst die Maschen abzählen. Ich liebe ja mein kleines Maschenmaß mit 5x5cm.
Da ist die Maschenprobe schneller gestrickt und ich multipliziere das Ergebnis einfach mit 2.



3.) Waschen!

Ganz wichtig bei der Maschenprobe ist auch, diese genau so zu waschen, wie du das fertige Strickstück waschen würdest. Gezählt wird erst nach dem Trocknen.

Einige Garne wachsen etwas durch die Wäsche, ander fluffen auf, werden dichter und schrumpfen etwas zusammen.

Ohne Wäsche der Maschenprobe kann es passieren, dass dein fertiges Strickstück zwar nach dem Stricken passt, aber nach der ersten Wäsche einem Zelt gleicht, oder du es an deine (Enkel-)Kinder abgeben kannst.

Und wieder wäre all die Mühe umsonst...



Also:

So sehr die Maschenprobe nervt:
Um dich vor Enttäuschungen zu bewahren, solltest du sie wirklich stricken.
Im Muster, In der Runde/Reihe und dann noch waschen.

Sorry! :)


Servus,

Stardy

Monatsmaschen August

Im August habe ich vor allem an einem Projekt gearbeitet:
meiner neuen Homepage mit Shop!

Ja, du hast richtig gelesen!
Ich habe einen neuen Shop.
Die Gründe dafür sind vielfältig, aber auch irgendwie einfach.

Die Homepage, die ich mir im letzten Jahr bei Jimdo gebaut hatte, lag mir nicht. Die Bedienung war nicht wirklich intuitiv und ich habe mich wirklich geplagt damit. Und ich konnte euch meine Garne und meine Handfärberei nicht so vorstellen, wie ich es gerne gewollt hätte.
Und so soll es doch nicht sein, oder?
Ein Onlineshop mit Blog soll Spaß machen und nicht zur Qual werden. Ich hatte nie wirklich Lust, mich mit diesem Baukasten weiter zu ärgern und so habe ich ihn etwas schleifen lassen... Nein! Sträflich vernachlässigt!

Jetzt bin ich bei einem neuen Anbieter.
Auch mit Baukastensystem und wenig Programmiererei, aber doch sehr intuitiv aufgebaut und mit so unendlich vielen Möglichkeiten. Auf mich zugeschnitten, wie ein Raglanpullover, den ich genau auf meine Größe angepasst habe.
Oder ein schönes Tuch, bei dem ich ein paar Reihen mehr Muster stricken kann und dann eine andere Abschlusskante wähle, wie in der Anleitung vorgesehen.

Den neuen Shop findest du übrigens hier

Bio-Merino für Fair Isle oder Pulli mit Rundpasse

Aber ich habe nicht nur auf der Tatstatur geklappert, sondern auch mit den Nadeln!
Vor meinem Urlaub habe ich noch fix handgefärbte Merino/Seide gewickelt und mitgenommen.
Dass ich 3 Strang in einer Woche nicht verstricken kann, war klar.
Aber man weiß ja nie!
Da ich ein bisschen auf den Füllstand meines Koffers achten musste, habe ich auch erst mal nur 2 Strang mitgenommen.
Und tatsächlich einiges geschafft!

 


 

Nach meinem Urlaub gings dann mit dem schönen Tuch "Purlbreak" von Stephen West weiter.
Am Ende des ersten Strangs (Rosa) war es wirklich ein Krimi. Das reinste Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Ende der Reihe und dem Ende des Garns! Hui, war das spannend!!!
Am Schluss war dann gerade 1g des rosa Strangs übrig. Das sind 4m...

 


 

Das Tuch habe ich im August nicht fertig bekommen, denn die Reihen werden immer länger.
Am Ende werde ich über 900 Maschen abketten. Ich plane Mitte September mit dem Abkett-Marathon.

 



Was es sonst noch gab:

Ich habe endlich in einen dritten Färbekessel investiert, damit ich euch mehr Garne einer Färbung bieten kann.
Ein elektrischer Luftentfeuchter musste auch her.
In diesem nassen Sommer war an einigen Tagen die Luftfeuchtigkeit in meiner Färbeküche trotz geöffnetem Fenster bei über 90%! Sauna lässt grüßen!

 

Gesponnen habe ich im August nichts.
Außer in Gedanken :)
Ich tüftle grade an einer Anleitung und verrate nur soviel: Lochmuster und Flauschgarn.
Wer hat darauf Lust auf ein traumhaft weiches Garn aus Mohair und Seide?

 


 

Was ich noch sagen möchte:
Ein paar meiner beliebten Adventskalender sind noch im Shop zu haben.
Es gibt 3 verschiedene Garne zur Auswahl und du kannst dir eine von 4 Themenfärbungen aussuchen.

Jeder Kalender hat 5x100g und traumhafte Kleinigkeiten mit dabei.
Dieses Jahr arbeite ich im Bereich der Beigaben auch mit anderen Kleingewerbetreibenden zusammen, die viel Herzblut reinstecken.

Ich würde mich freuen, wenn noch der ein oder andere adoptiert wird (Kalender, nicht Kleinunternehmer).

 


 


Servus,
eure Stardy

Neue Farben für den Herbst

Im Juli habe ich mich endlich an die Herbst-Färbungen gemacht.

Ich färbe ja ganz gerne recht bunt, aber nun wollte ich endlich mal etwas "gedeckter" unterwegs sein.
Nunja, das ist mir leider nur bedingt gelungen. Die Ergebnisse gefallen mir aber trotzdem ganz gut!

Braun, gelb, grün.... nicht so "bunt" wie sonst, aber doch leuchtend.

 




 


Die neue Merino Silk Sock nimmt die Farben wunderbar an und bringt sie zum Strahlen.
Dazu der eleganze Glanz der Seide. 

 


Ich habe mich echt schwer getan, euch alle Stränge anzubieten.
Ja, ich gestehe.... 2 Strang habe ich für mich behalten. Ist ja nicht so, als ob ich nicht schon genug Wolle hätte!
Im Moment stehe ich total auf (teilweise) gesprenkelte Garne oder auch auf Pourings. Das dauert zwar deutlich länger, als einfarbige Garne, weil es mehrere Färbedurchgänge benötigt, aber ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Was meinst du?
Soll's mehr davon geben?

Servus,
eure Stardy

Monatsmaschen Juli



Ist der Monat schon wieder zu Ende?
Hui, wie die Zeit vergeht!

Diesen Monat war einiges los in der Handarbeitswelt.

Ursprünglich wollte ich an der Tour de Fleece teilnehmen und habe mir bei zwei ganz tollen Handfärberinnen Kammzüge geordert. Es ist ja nicht so, dass ich noch einige Kammzüge, Batts und gefärbte Fasern hier hatte, aber die beiden haben es mir wirklich angetan.
Ich kaufe gern mal fremd, wenn ich Fasermischungen oder Wollarten sehe, die ich unbedingt testen möchte.
Oder wenn ich mich einfach in die Farben verliebt habe!

Bei Anke von Krakenyarns habe ich mir  mehrere Kammzüge in traumhaften Türkis- und Blautönen bestellt.



Stephi von Screaming Colours hatte süße Faser-Sets.
Je 2 Kammzüge zum Thema Frankreich (wo ja die Tour de France stattfindet), zusammen mit passenden Maschenmarkern. Neben "Vin & Frommage" wurden es noch die "Macarons".
Wunderschöne Färbungen!




Aber irgendwie habe ich dann doch weniger gesponnen, als ich vor hatte... Manchmal macht das Leben andere Sachen, als man es geplant hat. Und ich finde, man sollte nichts erzwingen, sondern grade im Freizeitbereich das machen, worauf man grade Lust hat. "Alles kann, nichts muss".       

 

 

 

Und so habe ich dann viel lieber an meinem Pullover weiter gestrickt.
Mir gefällt richtig gut, wie das Muster der Rückseite auch vorne am Saum wieder auftaucht.

Zudem ist er komplett in einem Stück genäht. Ich bin wirklich kein Freund von zusammennähen nach dem Stricken. Die Schultern / Armkugeln sind toll ausgeformt und der Ausschnitt wird parallel zum Raglan gleich mitgestrickt :)


Was mich erstaunt: ich habe deutlich weniger Garn gebraucht, als ich zuvor berechnet hatte.
Ich stricke sehr locker, musste eine Nadelstärke runter gehen und trotzdem zwei Nummern kleiner stricken, um hinzukommen. Allerdings weicht mein Garn auch in der Lauflänge vom Originalgarn ab. Wieder eine tolle Möglichkeit, um mit Maschenprobe und Dreisatz (Grundschulmathe lässt grüßen) eine Anleitung aus nahezu jedem Garn zu stricken.

Mit 2,5 Strang der wunderschönen blauen Wolle bin ich hingekommen!


Die Fäden habe ich sofort vernäht, denn sonst liegt das gute Stück wieder ewig rum.
Gewaschen und gespannt wurde er auch gleich und er ist auch schon verschenkt worden :)

Ich denke, ich werde mir selbst aus den verbleibenden 3,5 Strang Wolle die Langarm-Variante für den Winter stricken.

Planst du schon deine Winter-Garderobe?
Erzähl doch mal!

Servus,
eure Stardy




Monatsmaschen Juni

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]

 

Im Mai und Juni bin ich gar nicht so viel zum Stricken gekommen.

Es ist doch recht viel los gewesen.
Obwohl ich mir vornehme, jeden Tag zumindest 30 Minuten zu stricken, klappt das nicht immer.

So habe ich im Mai, pünktlich zum Geburtstag meiner Mama, das wunderschöne Tuch "Whiteout" von Melanie Berg beendet und im Juni dann die Fäden vernäht.


 
 

Gestrickt habe ich es aus einem traumhaften Garn, das zu 100% aus Yakwolle mit ganz leichtem Tweedeffekt besteht. Das Tuch hatte ich euch schonmal kurz im April vorgestellt.
Es hat richtig Spaß gemacht! Die gestreiften Abschnitte in kraus rechts waren schön fernsehtauglich und die Lace-Abschnitte stellten eine tolle Herausforderung dar, ohne allzu schwer zu sein. Mit ein bisschen Konzentration war das gut zu machen.
Mein Tipp für alle Lace Muster: nach jedem Mustersatz einen Maschenmarker setzen!
Davon kann man eh nie genug haben. Und so sieht man gleich, ob sich ein Fehler eingeschlichen hat.
Mir hilft es, denn jeder abgeschlossene Mustersatz, jeder erreichte Maschenmarkierer ist ein kleines Erfolgserlebnis.
Grausam finde ich es, wenn man am Ende einer Reihe mit rund 300 Maschen im Lacemuster merkt, dass es nicht aufgeht, sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat und das Muster jetzt versetzt läuft.



Ich bin kein Fan davon, zurück zu stricken. Erst recht nicht bei Lace-Mustern.
Aber Fehler im Muster finde ich noch schlimmer!
Manchmal geht ein bisschen schummeln. Zum Beispiel, wenn man eine vergessene Zunahme erst in der nächsten Reihe bemerkt.
Dann zähle ich im Muster durch, wo sie hingehört, nehme sie eine Reihe drunter auf und stricke sie hoch (ähnlich wie bei fallengelassenen Maschen).

Aber um das zu vermeiden, nehme ich lieber mehr Marker, als zu wenige.


Im Juni habe ich dann noch einen Pullover angefangen.
Das Modell Cloudesley von Isabell Krämer ist - von vorne gesehen - ein schlichtes, sportliches Modell mit V-Kragen.
Der Rücken jedoch hat ein raffiniertes Muster mit verzopften Hebemaschen. Einfach toll!

Was mir an der Anleitung auch sehr gut gefällt: sie ist komplett ohne Nähte.
Der Pullover wird von oben her in einem Stück gestrickt.
Ähnlich wie ein Raglan, aber doch irgendwie ein bisschen anders.
Er hat tolle ausgeformte Armkugeln und einen integrierten V-Ausschnitt, der gleich mitgestrickt wird.
Der Anfang der Anleitung braucht ein Bisschen Konzentration.
Inzwischen habe ich aber die Ärmelmaschen stillgelegt und es geht einfach nur gradaus nach unten.
Aufpassen muss ich nurnoch beim Rückenmuster.
Es geht über 4 Reihen uns ist total eingängig!


 

Was ich hierbei gelernt habe?
- Ich liebe noch immer Anleitungen, bei denen ich nichts zusammennähen muss
- Für eine Zopfnadel bin ich einfach zu ungeschickt (oder es fehlt die 3. Hand?)
- Ich stricke Zöpfe jetzt wieder ohne Zopfnadel. Sooo easy!


Was gab's sonst noch außer Stricken in der Handarbeitswelt von Stardy?

 


- Ich habe mein Spinnrad nach über 1 Jahr wieder hervor gekramt und ganz viel gesponnen. Insgesammt 200g schwarzes Alpaka, 100g buntes Alpaka und 100g fliederfarbene Merino


- Ich habe endlich meine Webüro umgestellt. Das sind meine 12qm Webstube/Büro, aus denen ich meine kleine Spinnerey hier betreibe. Zusätzlich gibts noch eine Färbeküche im Keller. Da muss ich mal noch ein paar kleinere Reparaturen machen, damit alles hübsch ist.


Habt ihr im letzten Monat etwas besonders hübsches gewerkelt, oder ein altes Hobby nach langer Zeit wieder ausgegraben?
Ich bin mal wieder neugierig! :)

 

Servus,
eure Stardy

Vom Wollrest zum Lächeln

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]
 
 
Wer kennt das nicht?
Wollreste, wohin das Auge reicht.
Ganz selten ist ein gestricktes oder gehäkeltes Projekt exakt mit dem Ende des Wollknäuls fertig.
Oft sind noch einige Gramm oder gar ein halbes Knäul Wolle übrig.
Doch was macht man jetzt damit?
Ich sammle diese Restwolle seit einiger Zeit in einem hohen, dekorativen 2-Liter Glas, das dicht schließt.
Genauso mache ich es mit den abgeschnittenen vernähten Fäden.
Sieht hübsch aus und vielleicht kann man ja mal was daraus machen?
 




Halbe Knäule habe ich lange zu Kindersocken verarbeitet, als ich noch täglich 2 Stunden mit dem Zug gefahren bin. Heute spende ich sie für den Guten Zweck. Es gibt viele Vereine und Gruppen, die für kranke Menschen, Kinder in Heimen oder im Hospiz, oder für Obdachlose stricken.
Dort freuen sich die (zumeist) Strickdamen auch über sogenannte "Reste".
Doch was tun mit kleinsten Wollresten?
Bei 2-5g geniere ich mich, die dann zu spenden. Da lege ich lieber ein ganzes Knäul extra in den Karton.
Nach ein wenig stöbern bei Ravelry und Instagram habe ich ein paar entzückende Anleitungen gefunden, was man denn aus kleinsten Wollmengen machen kann.
Besonders gefallen mir gestrickte Tiere, wie zum Beispiel diese Strickvögel.
 



Die Anleitung gibt es kostenlos auf Ravelry.
Sie ist auf Englisch und Holländisch erhältlich. Aber auch wenn man kein Englisch kann, ist sie verständlich, solange man ein paar Strickbegriffe kennt.
Gestrickt sind sie mit einem Nadelspiel in knapp 45 Minuten.
Benötigt werden keine 5g Wolle und ein klein bisschen Stopfwatte (oder eine Hand voll Fadenenden aus dem zweiten Dekoglas).
Ich finde, diese Vögelchen machen sich in allen möglichen Farben und Garnen ganz toll.
Der graue gestrickte Vogel ist aus Yak Sock in Steingrau.
Das blaue Vögelchen habe ich aus einem kleinen Rest Platinum Sock in der Färbung "Matisse" mit Sprenkeln gestrickt.

Ich freue mich auf weitere kleine Stricktiere, denn im Hause Stardy wird auch viel jahreszeitlich dekoriert.
Die Designerin Sara Elizabeth Kellner hat übrigens noch einige wirklich goldige Tiere in ihren Anleitungen und ein paar davon könnt ihr auch gratis bekommen.
Ich wünsche euch frohes Stöbern und viel Spaß beim Stricken!
 
Eine weitere Idee, die mir die liebe Sandra grade zugetragen hat, sind Haarbänder (neuerdings heißen sie Scrunchies). Da ich raspelkurze Haare habe, nix für mich, aber früher habe ich sie geliebt! Und als Geschenk sicher eine tolle Idee.
Kostenlose Anleitungen findet ihr natürlich zu Hauf auf Ravelry. Ich hab schonmal für euch gefiltert.
 
Was machst du mit Wollresten?
Ich freue mich auf eure Tipps und Ideen!
 
Servus,
eure Stardy






Wolle: Basic

Vorstellung der neuen Wollsorten, Teil 1: BASIC


Ich war lange nicht da, aber jetzt geht es wieder los.
Ich habe die letzten Monate genutzt, um neue Wollqualitäten zu testen und neue Färbungen auf Handstrickgarne zu zaubern.









Als BASIC habe ich für euch eine wunderbar weiche Merinowolle aus Deutschland besorgt, die nicht nur Oekotex 100 zertifiziert ist, sondern auch noch aus Schafhaltung ohne Mulesing kommt.






Diese Wolle ist eine 4-fädige Sockenwolle mit einer Lauflänge von 420m pro 100g. Aber eigentlich ist sie viel zu schade, um als Sockenwolle bezeichnet zu werden.
Die ist kuschlig, weich und sehr angenehm auf der Haut. Diese Wolle ist perfekt geeignet für Stulpen, einen Schal oder eine Mütze; man kann sogar einen Loop daraus zaubern und der empfindlichste Hals und die zarteste Babyhaut werden sich darin wohlfühlen.



Ich konnte es selbst nicht glauben, wie kuschlig Schurwolle sein kann!

Durch die Superwash-Ausrüstung kann das fertige Strickstück sogar bei 40° C in der Waschmaschine gewaschen werden.

75% Schurwolle (Merino extrafine - superwash)
25% Polyamid 

Ich habe von diesem Garn viele verschiedene Farben im Shop. Schaut doch mal rüber, oder schreibt mir (auch gern bei Instagram), wenn ihr eine bestimmte Farbe möchtet. Ich färbe auch gern im Auftrag!

Darüber hinaus werde ich die kommenden Tage die anderen Qualitäten vorstellen.
Ihr dürft gespannt sein, denn ich habe nur das Beste vom Besten für euch aus Deutschland, Europa und der Welt besorgt.
Lasst euch überraschen!


 

















Oktobermaschen


Oktobermaschen



Es wird Zeit für eine neue Kategorie hier in meinem Blog.



Ich möchte euch am Anfang jeden Monats vorstellen, was ich im letzten Monat gestrickt habe. 

Damit verfolge ich zwei Ziele. Zum einen bringe ich mich dadurch dazu, regelmäßiger zu posten, damit ihr auch immer was zum Lesen habt. Zum anderen möchte ich euch gern motivieren und euch anregende Ideen bieten, die ihr vielleicht auch umsetzen könnt?




Im Oktober habe ich mich hauptsächlich mit kleinen Strickprojekten beschäftigt. Mein Hauptjob schluckt im Moment viel Zeit und so sind die meisten Maschen auf der täglichen Zugfahrt von den Nadeln gehüpft. Ich habe mir vorgenommen, meinen Stash deutlich zu reduzieren, denn ich habe einfach zu viel Wolle. Was??? Zu viel Wolle? Das geht?? Ja. Irgendwie schon. Ich finde immer so tolle Projekte, dabei möchte ich erst einmal das Material wegstricken, das zu Hause liegt.

Zum Stash-Abbau habe ich eine geniale Methode auf einem anderen Blog gefunden. Aber das verrate ich euch später.

Mit meinen Oktobermaschen habe ich versucht, mal einige Sockenwoll-Reste hübsch an den Fuß zu bringen. Dabei sind 5 Paar Kindersocken unterschiedlicher Art in den Größen 22-25 entstanden.


Was mir dabei aufgefallen ist:
es gibt unheimlich viele Möglichkeiten, auch die kleinsten Reste wegzustricken. 
Für Kindersocken braucht man wirklich nicht viel Wolle. Und zwei unterschiedliche Farben kann man auf vielerlei Arten kombinieren.
Ich habe mich zum einen an verschiedenen Streifen-Kombinationen versucht. Zum andern habe ich das Broken-Seed-Stitch Muster ausprobiert. Es wirkt absolut raffiniert, ist aber kinderleicht zu stricken!
Blockstreifen, verschieden breite Streifen, Gum-Gum-Socken... es gibt so viele, einfache Möglichkeiten. Echt toll, was Wolle kann :)

Aber schaut selbst: 





Ein Einhorn kommt selten allein

[enthält Spuren von Werbung für meinen Shop]

Kennt ihr das?
Man sieht im Laden einen Stoff und ist sofort schock-verliebt!
So ging es mir mit einem Einhorn-Stoff, den ich vor knapp einem Jahr entdeckt habe. Ich musste ihn einfach haben und so kaufte ich ihn.Und Einhörner sind absolut im Trend dieses Jahr!
Auf dem zart-rosafarbenen Stoff sind hellbeige und rosane Einhörner, die friedlich lächelnd nach links, bzw rechts trappeln. Der Stoff gefiel mir gut, weil er Ton in Ton gehalten ist und nicht auch noch das Regenbogenmotiv aufnimmt, mit dem das Einhorn so gern kombiniert wird. Das macht diesen Stoff zu etwas besonderem.


Lange habe ich überlegt, was ich daraus machen sollte. Ein Wolldascherl von Farbenmix? Oder eine große Schultertasche? Nachdem ich den passenden Stoff zum Kombinieren gefunden hatte, entschied ich mich, mehrere kleine Projekte daraus zu fertigen. Ein grauer Sternchenstoff als Innenfutter und ein pinker Wolkenstoff als Kontrast gefielen mir sehr gut.
Und so setzte ich mich vergangenes Wochenende an die Nähmaschine.
Meine alte Privileg Super-Nutzstich freute sich, dass sie wieder ackern durfte. Sie stammt zwar (vermutlich) aus den 1970ern, aber ist absolut zuverlässig.


Zuerst nähte ich eine kleine Kram-, bzw. Mini-Projekttasche für kleine Handarbeitsprojekte oder eben all diejenigen Utensilien, die man immer dabei haben muss. Dazu verwendete ich ein Schnittmuster für eine Kosmetiktasche, die jedooch mit einem Reißverschluss geschlossen wird. Ich ersetzte den Reißverschluss durch ene Deckelklappe mit Druckknopf.


Passend dazu entstand ein Utensilo, in das auch ein Handarbeitsprojekt aus zwei oder 3 Knäuel Wolle hinein passt. Das Schnittmuster habe ich mir selbst ausgedacht. Diese Projekttasche ist gefüttert mit Volumenvlies H640 und erhält dadurch eine schöne Fluffigkeit. Der Rand lässt sich zu einer Krempe umschlagen, wodurch das Sternchenmuster des Futterstoffs gut zur Geltung kommt.
An die Außenseite der Tasche habe ich in Kontraststoff noch mehrere Fächer angenäht, damit auch Maßband, Schere, Maschenmarkierer oder eine Wollnadel Platz finden und immer dabei sind.


Weil ich selbst sehr viel unterwegs stricke und dann vor allem Stricksocken nadle, habe ich noch eine passende Nadelspielgarage genäht. Diese Teile sind wirklich praktisch, weil die Maschen unterwegs nicht von den Nadeln rutschen können und die Angefangene Socke oder Stulpe immer sicher verstaut ist. Diese Garage passt für Nadeln mit der Länge 15 oder 20 cm.


Alle Teile könnt ihr in meinem Shop erwerben.
Ich habe noch ca 1qm von diesem tollen Stoff und werde mit Sicherheit noch etwas passendes nähen. Was haltet ihr von einer kleinen Handtasche? Oder vielleicht doch ein Shopper?
 

Wolle färben mit Nüssen

[ganz klein bisschen Werbung durch Verlinkung zu meinem Shop]

Von meinen Nachbarn habe ich einen Ast vom Walnussbaum bekommen.
Ich hatte schon einige Zeit sehnsüchtig zu dem tollen großen Walnussbaum geschielt. Immer wieder wanderte mein Blick über den Zaun.

Und so kam ich zu gut 1 kg grünen Walnüssen und ganz vielen Walnussblättern. Mein Färber-Herz machte einen Freudensprung!






Ein Glück enthalten Walnüsse genügend Gärbstoffe, sodass man sich das Beizen der Wolle sparen kann. Denn ich hatte keine gebeizte mehr da und ich wollte sofort loslegen.
Also schnell alle Nüsse abgepflückt und in meinem Färbetopf aufgekocht. Einige Strang Sockenwolle 4-fach mit und ohne Glitzerfaden kamen mit dazu. Das Ganze einige Zeit köcheln lassen, dann über Nacht abkühlen lassen. Und heraus kam "liquid gold". Ein wunderschöner Braunton, der mich an flüssiges Gold, Kupfer, Bronze oder Karamell erinnert, mit den typischen leichten Nuancierungen, die den Charme handgefärbter Garne ausmachen.




Am nächsten Tag habe ich dann mit den Blättern des Baumes, nun schon leicht angewelkt, gefärbt. Heraus kam ein etwas hellerer Farbton. Im zweiten Zug dann etwas zarterer Ton, der mich an  Milchkaffee erinnert :)



Ich bin überrascht, wie toll sich Färbungen mit Pflanzenfarben kombinieren lassen. Da passt alles irgendwie zusammen.


Diese Färbungen findet ihr auch in meinem Shop.
Welche Farbe wünscht ihr euch als nächstes bei Stardys Spinnerey? 
Erzählt es mir!

Aktuell

Wichtige Änderungen ab 15.Juni 2025

Liebe Schläufchenpiekser, verehrte Kunden, seit 01.04.2025 ist die Wolle mein Haupterwerb, mein Brotjob, und nicht mehr ausschließlich Herze...