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Snowdyed Garne – Wolle färben mit Schnee

Schon lange fasziniert mich das Thema „Färben mit Schnee“ und als es Anfang Dezember 2023 bei uns etwa einen Meter Schnee hatte, habe ich die Gelegenheit ergriffen und mich endlich den schneegefärbten Garnen gewidmet. Das Tolle am Wolle Färben mit Schnee ist, dass man nie so ganz genau weiß, wie die Farbe am Schluss raus kommt. Es ergeben sich einmalige Effekte und die Farben gehen in Schichten übereinander ins Garn. Es entstehen vor allem marmorierte Garne und Chamäleon-Färbungen
Heute möchte ich euch erklären, wie ich vorgegangen bin und was das Besondere an schneegefärbter Wolle ist.

 

Für das Färben mit Schnee benötigt man einige Dinge:
Schnee (wer hätte es gedacht!)
ungefärbte Wolle im Strang
Säurefarben für Wolle
Salz
Zitronensäure
Ein flaches Gefäß, in dem die Wolle gefärbt wird.

Alle Behälter und Werkzeuge sollten ausschließlich fürs Wolle Färben verwendet werden und danach keinesfalls mit Lebensmitteln in Berührung kommen.
Für den persönlichen Schutz empfehle ich zudem Gummihandschuhe und eine Atemmaske, den Färbestaub reizt die Atemwege.

 


Zur Vorbereitung ziehe ich jeden Strang auf einen wiederverschließbaren Kabelbinder auf, damit sich nichts verheddert.
Dann werden die Wollstränge nebeneinander in das flache Gefäß gelegt, so dass jeder ein bisschen Platz hat.
Ich verwende zum Färben immer Gastro GN-Behälter der Größe 1/1 mit 6,5 cm Tiefe. In diesen Behältern haben 5 Strang Wolle bequem Platz.
Nun kommt eine dünne Schicht Schnee auf die Garne. Ich schaue, dass alles gut abgedeckt ist und möglichst wenig Wolle raus schaut.


Nachdem Zitronensäure, Salz und Farbpulver vermischt sind, wird diese Mischung auf dem Schnee verteilt. Wie viel oder wie wenig man nimmt, ist Geschmacksache und beeinflusst das Färbeergebnis.

Man kann noch eine zweite Schicht Schnee drauf geben und andere Farben drüber streuen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass nicht zu viel des Guten im Behälter ist, sonst läuft beim Schmelzen alles über und es gibt eine furchtbare Sauerei.

 


Jetzt braucht es Zeit und Geduld. Wie bei einem Hefekuchen: einfach in Ruhe lassen und zuschauen, wie sich alles entwickelt.
Mein Schnee brauchte 1-2 Tage, bis er geschmolzen war.

Danach habe ich die Wolle vorsichtig aus dem Behälter genommen und in einen anderen, trockenen Behälter gelegt und fixiert.
Ich mache das immer im Wasserbad in meiner Bain Marie, man kann aber auch die Mikrowelle nehmen, wenn man keine Bain Marie hat.

Danach wird alle gründlich ausgewaschen und getrocknet.

 


Ich bin von meinen Ergebnissen begeistert und werde sicherlich noch öfter mit Schnee färben, sofern es hier Schnee gibt.

Möchtest du noch mehr Infos zu Garnen oder Färbetechniken?
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Servus,
eure Stardy

Das Hohenloher Wollfest - oder: lauter Wollverrückte auf einem Haufen!

Nun ist es schon wieder ein paar Tage her, dass wir auf dem Hohenloher Wollfest in Blaufelden waren.
Wir haben uns und die Wolle wieder sortiert, die Inventur ist gemacht und der Shop neu bestückt.

Also wird es endlich Zeit für einen kleinen Bericht.

Bereits 2019 war ich als Besucherin dort. Nur mal "schnuppern", sehen, wie so ein Wollfest läuft und wie die Stände aufgebaut sind.
Wieviel Wolle angeboten wird und so weiter.
Damals war Stardys Spinnerey noch ganz frisch, grade etwas über 1 Jahr alt.
Und ich wollte unbedingt auch auf Märkte gehen!

Also gleich für 2020 angemeldet, was ja aus bekannten Gründen ausgefallen ist. Auch 2021 fand kein Wollfest statt.
Und wie dann die frohe Kunde von Bianca Miessler kam, dass das Wollfest in 2022 stattfinden würde, waren alle total aus dem Häuschen!
Im Vorfeld wurde stundenlang gefärbt und Stränge gedreht. Etiketten gestaltet, gedruckt, belabelt, eingepackt.
Am Tag der Abfahrt warf ich den letzten Wäschekorb voll 90%-trockener Wolle in den (leider nur gemieteten) Camper! Schließlich waren ja noch 24 Stunden Zeit bis zum Fest und die Wolle kann auch im Camper fertig trocknen!

Und so ging es am Freitag Mittag los Richtung Blaufelden.
Ansich eine lockere Fahrt von 3 Stunden. Dank Stau (Vollsperrung A8, Umleitung über A7, die dann verstopft war) dauerte alles länger und wir hatten am Abend noch ca 90 min für den Aufbau. Was eine Hektik!

Aber:
Am Samstag startete ein wunderbares Fest mit ganz vielen bekannten und neuen Gesichtern.
Viele Wollverrückte auf einem Haufen und man spürte, dass sich alle sehr freuten.
Die Stimmung unter den Ausstellern war ausgelassen. Wir ratschten zwischendurch ein bisschen, wobei dazu kaum Zeit blieb.
Denn unsere Kundinnen und Kunden waren ausgehungert.
Es war deutlich zu spüren, dass es einfach 2 Jahre kein Wollfest gegeben hatte!
Wolle befühlen, Farben bestaunen, ein bisschen Fachsimpeln und auch intensive Beratung und Kundenbetreuung waren an jedem Stand Programm.

Die Organisation des Festes war spitze!
Der Einlass lief zügig (am Sonntag sogar etwas früher, weil es regnete).
Dass der Hallenplan aufgrund einiger kurzfristiger Ausfälle etwas verändert wurde, war kaum zu spüren. Es gab keine "Löcher" und ich hatte einen Stand, den ich nach zwei Seiten öffnen konnte. Vorne und hinten war jeweils ein Durchgang, das habe ich entsprechend genutzt.
Danke hier an das ganze Team für die top Orga!!!
Auch die Bewirtung war toll. Kaffee, tolle Kuchen und ein paar deftige Kleinigkeiten.

Ursprünglich hatte ich geplant, auf dem Fest meinen Pullover fertig zu stricken, aber tatsächlich habe ich mein Strickzeug in den beiden Tagen kein einziges Mal zur Hand genommen.
Das hatte ich so auch noch auf keinem Markt!

Am Sonntag hatte ich ein klein bisschen Luft, um bei 3 anderen Standen gezielte Wunschkäufe zu tätigen. Leider kein langes flanieren, aber schließlich waren meine Mum und ich ja nicht zum Shoppen da ;) 


So gab es für meine Mama als Dankeschön für die tatkräftige Unterstützung und für mich je ein Schmuckset von Jolas Perlenwerstatt und ein bisschen Keramik für meine Mum zu Geburtstag von Bines Keramik Werkstatt. Bei ihr hatte ich vergangenes Jahr online bereits eine wunderschöne Garnschale gekauft!
Und am Nachbarstand bei Norbert Wollburg musste ich doch tatsächlich einen Strang Sockenwolle adoptieren.


Ich muss sagen, dass ich rundum zufrieden bin und nächstes Mal definitiv sehr gerne wieder dabei bin!

Servus
eure Stardy






Größere Kleidungsstücke aus handgefärbtem Garn stricken - Tipps

Du möchtest ein größeres Kleidungsstück aus handgefärbtem Garn stricken, damit du ein ganz besonderes Unikat für dich hast?

Dabei gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten und ich habe hier ein paar Tipps für dich.

Sobald du etwas aus mehreren handgefärbten Strängen stricken möchtest, solltest du die einzelnen Knäule nicht einfach nacheinander wegstricken.
Auch wenn sie aus derselben Charge stammen und also zusammen im selben Färbetopf geschwommen sind, ist jeder Strang ein Unikat.
Der eine lag etwas näher am Topfboden und hat mehr Hitze abbekommen, der andere hat sich eng zwischen die übrigen Stränge geschmiegt und so etwas weniger Farbe aufnehmen können. Dadurch entstehen teilweise deutliche Unterschiede innerhalb einer Charge.
Selbst wenn die Handfärberin den Topf regelmäßig vorsichtig umrührt, bleibt jeder Strangein Einzelstück!

Beim Stricken oder Häkeln eines Pullovers, Cardigans oder eines großen, einfarbigen Tuches solltest du daher darauf achten, dass du nicht erst den einen Strang wegarbeitest und dann den anderen anfügst.
Das kann zu unschönen Brüchen im Gesamtbild führen (siehe Foto; den Pullover habe ich gestrickt, lange vor meiner Zeit als Handfärberin und wusste es nicht besser)


Besser ist es, schon einige Runden vor Ende des ersten Knäules, den zweiten bereits abwechselnd einzustricken. Also immer eine Reihe/Runde vom alten Knäul und eine vom neuen Knäul.
Das würde ich über mindestens 10 Runden so machen, um einen fließenden Übergang zu bekommen.
Ist vielleicht etwas umständlich, aber du möchtest doch sicher viel Freude an deinem fertigen Strickstück haben, oder?
Das verwendete Garn ist übrigens von einer renomierten Handfärberin, nein, Handfärbe-Firma in den USA mit mehreren Angestellten, die mehrere Zehntausend Strang im Jahr verkaufen. Es war aus derselben Färbecharge und mein Pullover liegt nun seit Jahren im Schrank.

Bei einem Pullover oder Cardigan, hebe auch immer ein halbes Knäuel der Passe auf, damit du die Ärmel mit demselben Knäuel anstricken kannst! Ich habe das hier nicht gemacht und bin sehr traurig über den Farbbruch, der auch an den Ärmeln deutlich zu sehen ist.


Wenn du mehrere unterschiedliche Stränge im Set hast, die zusammen einen Farbverlauf geben, empfehle ich das "Einschleichen" des neuen Strangs.

Das bedeutet, das neue Knäul ganz langsam mit einzustricken und das vorherige Knäul langsam raus zu nehmen.
Zum Beispiel so:

 



1 Runde neu, 4 Runden alt
2 Runden neu, 3 Runden alt
3 Runden neu, 2 Runden alt
4 Runden neu, 1 Runde alt
nurnoch neu


Hier siehst du, wie das hellere Garn immer weniger wird und man kann gar nicht ganz genau sagen, ab wo nurnoch das Garn mit dem höheren Petrol-Anteil gestrickt wurde.
 
Möchtest du noch mehr Tipps für das Handarbeiten mit handgefärbten Garnen oder hast Fragen?
Immer gerne her damit!

Servus,
eure Stardy

Monatsmaschen August

Im August habe ich vor allem an einem Projekt gearbeitet:
meiner neuen Homepage mit Shop!

Ja, du hast richtig gelesen!
Ich habe einen neuen Shop.
Die Gründe dafür sind vielfältig, aber auch irgendwie einfach.

Die Homepage, die ich mir im letzten Jahr bei Jimdo gebaut hatte, lag mir nicht. Die Bedienung war nicht wirklich intuitiv und ich habe mich wirklich geplagt damit. Und ich konnte euch meine Garne und meine Handfärberei nicht so vorstellen, wie ich es gerne gewollt hätte.
Und so soll es doch nicht sein, oder?
Ein Onlineshop mit Blog soll Spaß machen und nicht zur Qual werden. Ich hatte nie wirklich Lust, mich mit diesem Baukasten weiter zu ärgern und so habe ich ihn etwas schleifen lassen... Nein! Sträflich vernachlässigt!

Jetzt bin ich bei einem neuen Anbieter.
Auch mit Baukastensystem und wenig Programmiererei, aber doch sehr intuitiv aufgebaut und mit so unendlich vielen Möglichkeiten. Auf mich zugeschnitten, wie ein Raglanpullover, den ich genau auf meine Größe angepasst habe.
Oder ein schönes Tuch, bei dem ich ein paar Reihen mehr Muster stricken kann und dann eine andere Abschlusskante wähle, wie in der Anleitung vorgesehen.

Den neuen Shop findest du übrigens hier

Bio-Merino für Fair Isle oder Pulli mit Rundpasse

Aber ich habe nicht nur auf der Tatstatur geklappert, sondern auch mit den Nadeln!
Vor meinem Urlaub habe ich noch fix handgefärbte Merino/Seide gewickelt und mitgenommen.
Dass ich 3 Strang in einer Woche nicht verstricken kann, war klar.
Aber man weiß ja nie!
Da ich ein bisschen auf den Füllstand meines Koffers achten musste, habe ich auch erst mal nur 2 Strang mitgenommen.
Und tatsächlich einiges geschafft!

 


 

Nach meinem Urlaub gings dann mit dem schönen Tuch "Purlbreak" von Stephen West weiter.
Am Ende des ersten Strangs (Rosa) war es wirklich ein Krimi. Das reinste Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Ende der Reihe und dem Ende des Garns! Hui, war das spannend!!!
Am Schluss war dann gerade 1g des rosa Strangs übrig. Das sind 4m...

 


 

Das Tuch habe ich im August nicht fertig bekommen, denn die Reihen werden immer länger.
Am Ende werde ich über 900 Maschen abketten. Ich plane Mitte September mit dem Abkett-Marathon.

 



Was es sonst noch gab:

Ich habe endlich in einen dritten Färbekessel investiert, damit ich euch mehr Garne einer Färbung bieten kann.
Ein elektrischer Luftentfeuchter musste auch her.
In diesem nassen Sommer war an einigen Tagen die Luftfeuchtigkeit in meiner Färbeküche trotz geöffnetem Fenster bei über 90%! Sauna lässt grüßen!

 

Gesponnen habe ich im August nichts.
Außer in Gedanken :)
Ich tüftle grade an einer Anleitung und verrate nur soviel: Lochmuster und Flauschgarn.
Wer hat darauf Lust auf ein traumhaft weiches Garn aus Mohair und Seide?

 


 

Was ich noch sagen möchte:
Ein paar meiner beliebten Adventskalender sind noch im Shop zu haben.
Es gibt 3 verschiedene Garne zur Auswahl und du kannst dir eine von 4 Themenfärbungen aussuchen.

Jeder Kalender hat 5x100g und traumhafte Kleinigkeiten mit dabei.
Dieses Jahr arbeite ich im Bereich der Beigaben auch mit anderen Kleingewerbetreibenden zusammen, die viel Herzblut reinstecken.

Ich würde mich freuen, wenn noch der ein oder andere adoptiert wird (Kalender, nicht Kleinunternehmer).

 


 


Servus,
eure Stardy

Neue Farben für den Herbst

Im Juli habe ich mich endlich an die Herbst-Färbungen gemacht.

Ich färbe ja ganz gerne recht bunt, aber nun wollte ich endlich mal etwas "gedeckter" unterwegs sein.
Nunja, das ist mir leider nur bedingt gelungen. Die Ergebnisse gefallen mir aber trotzdem ganz gut!

Braun, gelb, grün.... nicht so "bunt" wie sonst, aber doch leuchtend.

 




 


Die neue Merino Silk Sock nimmt die Farben wunderbar an und bringt sie zum Strahlen.
Dazu der eleganze Glanz der Seide. 

 


Ich habe mich echt schwer getan, euch alle Stränge anzubieten.
Ja, ich gestehe.... 2 Strang habe ich für mich behalten. Ist ja nicht so, als ob ich nicht schon genug Wolle hätte!
Im Moment stehe ich total auf (teilweise) gesprenkelte Garne oder auch auf Pourings. Das dauert zwar deutlich länger, als einfarbige Garne, weil es mehrere Färbedurchgänge benötigt, aber ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Was meinst du?
Soll's mehr davon geben?

Servus,
eure Stardy

Zusammenhalt in der Handarbeitswelt

Im Juli gab es nicht nur eitel Sonnenschein.
Ihr habt alle die Bilder der schrecklichen Hochwasserkatastrophe gesehen....

Am liebsten wäre ich hin gefahren, um zu helfen, oder Lebensmittel und Werkzeug abzugeben.
Aber davon wurde abgeraten.

Und so saß ich erst mal in Schockstarre und habe überlegt, was ich tun kann.
Nichts zu tun und einfach nur zuschauen ist nicht meine Art.
Wer mich kennt, weiß, dass ich oft auch Wolle an Vereine spende, die für Obdachlose, Kinderhospize oder Menschen in schwierigen Lebenssituationen stricken.
Wer mich gut kennt, weiß, dass ich lange ehrenamtlich im Rahmen der katholischen Jugendfürsorge Nachhilfe gegeben habe und Kindern aus sozial schwachen Familien bei den Hausaufgaben geholfen habe.
Wer mich sehr gut kennt, weiß, dass ich immer zuhöre, wenn andere ein Problem, Sorgen oder Ängste haben....

Und da ich an dem Wochenende nach der großen Flut zufällig einen Markt-Abend bei den Yarnlovers hatte, habe ich kurz vor Beginn ganz spontan beschlossen, von jedem Strang 1,- an Hochwasserhilfe der Malteser zu spenden.

Die Idee wurde gut aufgenommen, viele haben aufgerundet, ein paar haben einfach so gespendet, ohne Wolle zu kaufen.
Ich möchte euch allen dafür danken!
Und so sind rund 225,- zusammen gekommen.


Von Anfang an war klar, dass meine Mama und ich den Betrag verdoppeln werden.
Und ganz spontan haben wir dann einfach den nächsten Hunderter voll gemacht.

500,- an die Hochwasserhilfe!
Ich bin immernoch ganz platt, wieviel positive Rückmeldung es gab, wieviele dankbare Kommentare.


Wenn viele Menschen eine kleine gute Tat tun, so kann daraus Großes entstehen!
Vielen Dank für diesen tollen Zusammenhalt!


Servus,
eure Stardy

Monatsmaschen Juni

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]

 

Im Mai und Juni bin ich gar nicht so viel zum Stricken gekommen.

Es ist doch recht viel los gewesen.
Obwohl ich mir vornehme, jeden Tag zumindest 30 Minuten zu stricken, klappt das nicht immer.

So habe ich im Mai, pünktlich zum Geburtstag meiner Mama, das wunderschöne Tuch "Whiteout" von Melanie Berg beendet und im Juni dann die Fäden vernäht.


 
 

Gestrickt habe ich es aus einem traumhaften Garn, das zu 100% aus Yakwolle mit ganz leichtem Tweedeffekt besteht. Das Tuch hatte ich euch schonmal kurz im April vorgestellt.
Es hat richtig Spaß gemacht! Die gestreiften Abschnitte in kraus rechts waren schön fernsehtauglich und die Lace-Abschnitte stellten eine tolle Herausforderung dar, ohne allzu schwer zu sein. Mit ein bisschen Konzentration war das gut zu machen.
Mein Tipp für alle Lace Muster: nach jedem Mustersatz einen Maschenmarker setzen!
Davon kann man eh nie genug haben. Und so sieht man gleich, ob sich ein Fehler eingeschlichen hat.
Mir hilft es, denn jeder abgeschlossene Mustersatz, jeder erreichte Maschenmarkierer ist ein kleines Erfolgserlebnis.
Grausam finde ich es, wenn man am Ende einer Reihe mit rund 300 Maschen im Lacemuster merkt, dass es nicht aufgeht, sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat und das Muster jetzt versetzt läuft.



Ich bin kein Fan davon, zurück zu stricken. Erst recht nicht bei Lace-Mustern.
Aber Fehler im Muster finde ich noch schlimmer!
Manchmal geht ein bisschen schummeln. Zum Beispiel, wenn man eine vergessene Zunahme erst in der nächsten Reihe bemerkt.
Dann zähle ich im Muster durch, wo sie hingehört, nehme sie eine Reihe drunter auf und stricke sie hoch (ähnlich wie bei fallengelassenen Maschen).

Aber um das zu vermeiden, nehme ich lieber mehr Marker, als zu wenige.


Im Juni habe ich dann noch einen Pullover angefangen.
Das Modell Cloudesley von Isabell Krämer ist - von vorne gesehen - ein schlichtes, sportliches Modell mit V-Kragen.
Der Rücken jedoch hat ein raffiniertes Muster mit verzopften Hebemaschen. Einfach toll!

Was mir an der Anleitung auch sehr gut gefällt: sie ist komplett ohne Nähte.
Der Pullover wird von oben her in einem Stück gestrickt.
Ähnlich wie ein Raglan, aber doch irgendwie ein bisschen anders.
Er hat tolle ausgeformte Armkugeln und einen integrierten V-Ausschnitt, der gleich mitgestrickt wird.
Der Anfang der Anleitung braucht ein Bisschen Konzentration.
Inzwischen habe ich aber die Ärmelmaschen stillgelegt und es geht einfach nur gradaus nach unten.
Aufpassen muss ich nurnoch beim Rückenmuster.
Es geht über 4 Reihen uns ist total eingängig!


 

Was ich hierbei gelernt habe?
- Ich liebe noch immer Anleitungen, bei denen ich nichts zusammennähen muss
- Für eine Zopfnadel bin ich einfach zu ungeschickt (oder es fehlt die 3. Hand?)
- Ich stricke Zöpfe jetzt wieder ohne Zopfnadel. Sooo easy!


Was gab's sonst noch außer Stricken in der Handarbeitswelt von Stardy?

 


- Ich habe mein Spinnrad nach über 1 Jahr wieder hervor gekramt und ganz viel gesponnen. Insgesammt 200g schwarzes Alpaka, 100g buntes Alpaka und 100g fliederfarbene Merino


- Ich habe endlich meine Webüro umgestellt. Das sind meine 12qm Webstube/Büro, aus denen ich meine kleine Spinnerey hier betreibe. Zusätzlich gibts noch eine Färbeküche im Keller. Da muss ich mal noch ein paar kleinere Reparaturen machen, damit alles hübsch ist.


Habt ihr im letzten Monat etwas besonders hübsches gewerkelt, oder ein altes Hobby nach langer Zeit wieder ausgegraben?
Ich bin mal wieder neugierig! :)

 

Servus,
eure Stardy

Drei Färbetechniken - eine Leidenschaft


Nun sind tatsächlich ein paar Jahre ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal hier auf dem Blog geschrieben habe.

Aber es war an der Zeit, das gute Stück auszugraben und wieder über meine Leidenschaft zu schreiben.

Diesen Blog hatte ich angefangen, als ich die ersten zaghaften Versuche im Wolle färben unternommen habe. Ich habe viel getüftelt und ausprobiert und es hier dokumentiert.

Begonnen hatte ich damit, mit Ostereierfarbe zu färben. Die Materialien sind günstig zu bekommen oder sogar im Haushalt vorhanden. Auch für Kinder ist das ein toller Spaß! Alles was du dafür brauchst, sind Ostereierfarbe, weiße Färbewolle, Essig, eine Schüssel und eine Mikrowelle (alternativ Backofen).
Man liest immer wieder, diese Farben würden nicht halten. Das kann ich so nicht bestätigen. Meine ersten Färbungen sind nun 3 Jahre alt, wurden zu Socken verstrickt, viel getragen und folglich auch viel gewaschen. Die Farben sind brilliant wie am ersten Tag!




Mein zweiter Färbeversuch waren dann Naturfarben. Mit Walnussblättern oder auch mit Goldrute und Mädesüß. Das hat toll geklappt. Vor allem die Abstufungen der einzelnen Farben, je nach Färbedauer oder ob im ersten oder zweiten Zug gefärbt, fand ich spannend.

 


Aber ich wollte mehr lernen und habe schließlich das Färben mit Säurefarben getestet. Und hier bin ich hängen geblieben. Ich habe mich in diese Färbetechnik verliebt! Ich finde es spannend, welch unterschiedlichen Effekte man erzielen kann, wie die Farben mit einander reagieren und wie die Wolle am Ende aussieht.

 


 

Im Färbekessel sieht sie anders aus, wie nass auf der Leine. Und trocken wirkt sie dann nocheinmal anders! Ich färbe noch immer sehr intuitiv und lasse hier meiner Kreativität freien Lauf. Inzwischen habe ich einige wenige Farben als festen Standard in meinem Shop, die ich auch auf verschiedenen Garnen anbiete (denn inzwischen gibt es schon lange nicht nur Sockenwolle, sondern auch Lacegarn, Alpakawolle, Bio Merinowolle und weitere). Die meisten Färbungen gibt es jedoch in kleinen Mengen.

Ich färbe normalerweise 10 Strang und wenn die weg sind, dann gibt's was neues.
Ich hätte nie gedacht, dass ich tatsächlich mal 10 Strang Wolle verkaufe. Oder gar mehr! Inzwischen wurde aus diesem Hobby ein kleines Gewerbe, das mir richtig Freude bringt!

Servus,
eure Stardy


Wolle: Basic

Vorstellung der neuen Wollsorten, Teil 1: BASIC


Ich war lange nicht da, aber jetzt geht es wieder los.
Ich habe die letzten Monate genutzt, um neue Wollqualitäten zu testen und neue Färbungen auf Handstrickgarne zu zaubern.









Als BASIC habe ich für euch eine wunderbar weiche Merinowolle aus Deutschland besorgt, die nicht nur Oekotex 100 zertifiziert ist, sondern auch noch aus Schafhaltung ohne Mulesing kommt.






Diese Wolle ist eine 4-fädige Sockenwolle mit einer Lauflänge von 420m pro 100g. Aber eigentlich ist sie viel zu schade, um als Sockenwolle bezeichnet zu werden.
Die ist kuschlig, weich und sehr angenehm auf der Haut. Diese Wolle ist perfekt geeignet für Stulpen, einen Schal oder eine Mütze; man kann sogar einen Loop daraus zaubern und der empfindlichste Hals und die zarteste Babyhaut werden sich darin wohlfühlen.



Ich konnte es selbst nicht glauben, wie kuschlig Schurwolle sein kann!

Durch die Superwash-Ausrüstung kann das fertige Strickstück sogar bei 40° C in der Waschmaschine gewaschen werden.

75% Schurwolle (Merino extrafine - superwash)
25% Polyamid 

Ich habe von diesem Garn viele verschiedene Farben im Shop. Schaut doch mal rüber, oder schreibt mir (auch gern bei Instagram), wenn ihr eine bestimmte Farbe möchtet. Ich färbe auch gern im Auftrag!

Darüber hinaus werde ich die kommenden Tage die anderen Qualitäten vorstellen.
Ihr dürft gespannt sein, denn ich habe nur das Beste vom Besten für euch aus Deutschland, Europa und der Welt besorgt.
Lasst euch überraschen!


 

















Aktuell

Wichtige Änderungen ab 15.Juni 2025

Liebe Schläufchenpiekser, verehrte Kunden, seit 01.04.2025 ist die Wolle mein Haupterwerb, mein Brotjob, und nicht mehr ausschließlich Herze...