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Nach dem Stricken ist vor dem Nähen

Fäden vernähen.... mag das überhaupt jemand?
Also ich bin nicht unbedingt der größte Fan davon. Schließlich geistern ja schon 200 neue Ideen im Kopf herum und Strickanleitungen die ausprobiert werden wollen. Und dann kommt dieses leidige Thema "Fäden vernähen" oder "Zusammennähen".

Bereits ganz bald, nachdem ich das Stricken gelernt habe, habe ich beschlossen, keine Stücke zu stricken, die zusammengenäht werden müssen.
Pullover in Einzelteilen sind vielen von uns ein Graus. Und so gibt es doch tolle Teile, die ohne Naht in einem Stück gearbeitet werden. Zum Beispiel der RVO oder RVU, die ihre Form durch die Raglanschräge an der Schulter erhalten.

Viele andere Anleitungen lassen sich mit ein bisschen Grübeln auch dann in einem Stück stricken, wenn sie normal in Einzelteilen gearbeitet werden. So kann man Vorder- und Rückenteil eines Pullovers auch zusammen in Runden stricken. Da muss man dann nur die Rückreihe "umdenken" und als Zwischenrunde zum Muster stricken (aus linken Maschen werden rechte usw.).
Ärmel kann man aus den Randmaschen des Armausschnittes auch aufnehmen und dann in Runden arbeiten. So entfällt zumindest das lästige Zusammennähen!

Aber auch bei Tüchern, Schals, Mützen und dem Raglanpullover müssen aber der Anfangsfaden und das Ende vernäht werden.
Oder wenn ein neues Knäuel angesetzt wird.

Ich versuche, schon während des Strickens einen Teil der losen Fäden einzunähen. Beim Ansetzen eines neuen Knäuels webe ich die Fäden gleich mit ein und der Anfangsfaden wird oft schon nach wenigen Runden Strickstück vernäht. So bleibt nicht alles bis zum Schluss übrig.

Aber eben nicht immer.
Und so hatte ich hier tatsächlich einen mittleren Haufen von Strickstücken, die ich noch versäubern musste.
Tschakka Tschakka! Habe ich mir einen Teil davon geschnappt und am Wochenende im Hotel endlich fertig gemacht :)

 




Es sind:
- Sugar Cone Sweater für meine Mama
- Nautilus Pompilius Tuch für mich
- Cowl of Hope für den Guten Zweck
- Star Wars Mütze für den Guten Zweck (ursprünglich für meinen Bruder geplant, aber zu groß, also darf die Mütze in die Spendenkiste)

Fotos dazu gibt es die nächsten Tage auch auf Instagram @stardysspinnerey

Wie hältst du es mit dem Fäden Vernähen?
Hast du den ultimativen Tipp? 

Servus,
eure Stardy

Monatsmaschen Juni

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]

 

Im Mai und Juni bin ich gar nicht so viel zum Stricken gekommen.

Es ist doch recht viel los gewesen.
Obwohl ich mir vornehme, jeden Tag zumindest 30 Minuten zu stricken, klappt das nicht immer.

So habe ich im Mai, pünktlich zum Geburtstag meiner Mama, das wunderschöne Tuch "Whiteout" von Melanie Berg beendet und im Juni dann die Fäden vernäht.


 
 

Gestrickt habe ich es aus einem traumhaften Garn, das zu 100% aus Yakwolle mit ganz leichtem Tweedeffekt besteht. Das Tuch hatte ich euch schonmal kurz im April vorgestellt.
Es hat richtig Spaß gemacht! Die gestreiften Abschnitte in kraus rechts waren schön fernsehtauglich und die Lace-Abschnitte stellten eine tolle Herausforderung dar, ohne allzu schwer zu sein. Mit ein bisschen Konzentration war das gut zu machen.
Mein Tipp für alle Lace Muster: nach jedem Mustersatz einen Maschenmarker setzen!
Davon kann man eh nie genug haben. Und so sieht man gleich, ob sich ein Fehler eingeschlichen hat.
Mir hilft es, denn jeder abgeschlossene Mustersatz, jeder erreichte Maschenmarkierer ist ein kleines Erfolgserlebnis.
Grausam finde ich es, wenn man am Ende einer Reihe mit rund 300 Maschen im Lacemuster merkt, dass es nicht aufgeht, sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat und das Muster jetzt versetzt läuft.



Ich bin kein Fan davon, zurück zu stricken. Erst recht nicht bei Lace-Mustern.
Aber Fehler im Muster finde ich noch schlimmer!
Manchmal geht ein bisschen schummeln. Zum Beispiel, wenn man eine vergessene Zunahme erst in der nächsten Reihe bemerkt.
Dann zähle ich im Muster durch, wo sie hingehört, nehme sie eine Reihe drunter auf und stricke sie hoch (ähnlich wie bei fallengelassenen Maschen).

Aber um das zu vermeiden, nehme ich lieber mehr Marker, als zu wenige.


Im Juni habe ich dann noch einen Pullover angefangen.
Das Modell Cloudesley von Isabell Krämer ist - von vorne gesehen - ein schlichtes, sportliches Modell mit V-Kragen.
Der Rücken jedoch hat ein raffiniertes Muster mit verzopften Hebemaschen. Einfach toll!

Was mir an der Anleitung auch sehr gut gefällt: sie ist komplett ohne Nähte.
Der Pullover wird von oben her in einem Stück gestrickt.
Ähnlich wie ein Raglan, aber doch irgendwie ein bisschen anders.
Er hat tolle ausgeformte Armkugeln und einen integrierten V-Ausschnitt, der gleich mitgestrickt wird.
Der Anfang der Anleitung braucht ein Bisschen Konzentration.
Inzwischen habe ich aber die Ärmelmaschen stillgelegt und es geht einfach nur gradaus nach unten.
Aufpassen muss ich nurnoch beim Rückenmuster.
Es geht über 4 Reihen uns ist total eingängig!


 

Was ich hierbei gelernt habe?
- Ich liebe noch immer Anleitungen, bei denen ich nichts zusammennähen muss
- Für eine Zopfnadel bin ich einfach zu ungeschickt (oder es fehlt die 3. Hand?)
- Ich stricke Zöpfe jetzt wieder ohne Zopfnadel. Sooo easy!


Was gab's sonst noch außer Stricken in der Handarbeitswelt von Stardy?

 


- Ich habe mein Spinnrad nach über 1 Jahr wieder hervor gekramt und ganz viel gesponnen. Insgesammt 200g schwarzes Alpaka, 100g buntes Alpaka und 100g fliederfarbene Merino


- Ich habe endlich meine Webüro umgestellt. Das sind meine 12qm Webstube/Büro, aus denen ich meine kleine Spinnerey hier betreibe. Zusätzlich gibts noch eine Färbeküche im Keller. Da muss ich mal noch ein paar kleinere Reparaturen machen, damit alles hübsch ist.


Habt ihr im letzten Monat etwas besonders hübsches gewerkelt, oder ein altes Hobby nach langer Zeit wieder ausgegraben?
Ich bin mal wieder neugierig! :)

 

Servus,
eure Stardy

Auf den Nadeln im April

[Enthält unbezahlte Werbung, aus Überzeugung]

Viel gestrickt habe ich im April wirklich nicht.
Aber trotzdem möchte ich euch meine Ergebnisse für diesen Monat vorstellen:

Ich stricke nun schon seit Anfang diesen Jahres an meinem White Out von Mairlynd (Melanie Berg). Das Original wird mit etwas dickerer Wolle gestrickt, als ich sie gewählt habe (365m/50g). Ich habe mich für eine noch leichtere, feinere Variante entschieden und ein feines Yak-Garn gewählt, das ich bei der lieben Bianca von Bibis Färbewerkstatt erworben habe. Das Garn hat 450m/50g und besteht zu 100% aus Yakwolle. Mein Tuch wird am Ende knapp über 100g haben, statt der 150g, die das riesen Tuch trotzdem zum Leichtgewicht machen.
Fertig geworden bin ich allerdings nicht. Es fehlen noch 64 Reihen Lace-Teil.
Ich hoffe, damit bis Mitte Mai durch zu kommen.
Die Anleitung ist gut und verständlich geschrieben und die Streifen in kraus rechts sind ideal für Knitflix (stricken am TV). Aber für das Lace-Muster fehlt mir am Abend oft die Konzentration. Und dann will ich nicht nur eine Reihe stricken, sondern am liebsten gleich ein paar.

 



 


Fertig geworden sind meine Regenbogensocken aus meiner neuen Färbung "Dark Rainbow" auf Merino Silk Sock. Diese plastikfreie Wolle nimmt die Farben sehr gut auf und bringt sie traumhaft zum Leuchten. Dazu der Glanz der Seide! Ich wollte unbedingt sehen, wie der Regenbogen aussieht, bevor alle verkauft sind. Die Regenbögen gibt es auch mit Weiß, statt in dunkel.

 

 

Auch viel Freude hatte ich an den kleinen gestrickten Vögeln "Bluebird of Happiness" (gratis bei Ravelry) von Rabbit Hole Knits. Sie verbrauchen keine 10g Wolle und sind so ganz toll für Wollreste geeignet. Gestrickt sind sie in ca 45min. Ein bisschen pfriemelig, so wenige Maschen auf dem Nadelspiel, aber sie machen richtig Spaß :)



Sind die nicht herzallerliebst?
Davon wirds bestimmt noch mehr bei mir geben.


Was es sonst noch gab:

- im Garten weiter gemacht und alles für die Reparatur unseres Gewächshauses vorbereitet, damit die Tomaten endlich raus können

- den Teich geputzt

- Stoffe geshoppt für neue Projekttäschchen

- mich endlich an Sauerteigbrot gewagt. Ich bin begeistert! 




Und jetzt mit neuem Schwung in den Mai!

Servus,

eure Stardy

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