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Ein Einhorn kommt selten allein

[enthält Spuren von Werbung für meinen Shop]

Kennt ihr das?
Man sieht im Laden einen Stoff und ist sofort schock-verliebt!
So ging es mir mit einem Einhorn-Stoff, den ich vor knapp einem Jahr entdeckt habe. Ich musste ihn einfach haben und so kaufte ich ihn.Und Einhörner sind absolut im Trend dieses Jahr!
Auf dem zart-rosafarbenen Stoff sind hellbeige und rosane Einhörner, die friedlich lächelnd nach links, bzw rechts trappeln. Der Stoff gefiel mir gut, weil er Ton in Ton gehalten ist und nicht auch noch das Regenbogenmotiv aufnimmt, mit dem das Einhorn so gern kombiniert wird. Das macht diesen Stoff zu etwas besonderem.


Lange habe ich überlegt, was ich daraus machen sollte. Ein Wolldascherl von Farbenmix? Oder eine große Schultertasche? Nachdem ich den passenden Stoff zum Kombinieren gefunden hatte, entschied ich mich, mehrere kleine Projekte daraus zu fertigen. Ein grauer Sternchenstoff als Innenfutter und ein pinker Wolkenstoff als Kontrast gefielen mir sehr gut.
Und so setzte ich mich vergangenes Wochenende an die Nähmaschine.
Meine alte Privileg Super-Nutzstich freute sich, dass sie wieder ackern durfte. Sie stammt zwar (vermutlich) aus den 1970ern, aber ist absolut zuverlässig.


Zuerst nähte ich eine kleine Kram-, bzw. Mini-Projekttasche für kleine Handarbeitsprojekte oder eben all diejenigen Utensilien, die man immer dabei haben muss. Dazu verwendete ich ein Schnittmuster für eine Kosmetiktasche, die jedooch mit einem Reißverschluss geschlossen wird. Ich ersetzte den Reißverschluss durch ene Deckelklappe mit Druckknopf.


Passend dazu entstand ein Utensilo, in das auch ein Handarbeitsprojekt aus zwei oder 3 Knäuel Wolle hinein passt. Das Schnittmuster habe ich mir selbst ausgedacht. Diese Projekttasche ist gefüttert mit Volumenvlies H640 und erhält dadurch eine schöne Fluffigkeit. Der Rand lässt sich zu einer Krempe umschlagen, wodurch das Sternchenmuster des Futterstoffs gut zur Geltung kommt.
An die Außenseite der Tasche habe ich in Kontraststoff noch mehrere Fächer angenäht, damit auch Maßband, Schere, Maschenmarkierer oder eine Wollnadel Platz finden und immer dabei sind.


Weil ich selbst sehr viel unterwegs stricke und dann vor allem Stricksocken nadle, habe ich noch eine passende Nadelspielgarage genäht. Diese Teile sind wirklich praktisch, weil die Maschen unterwegs nicht von den Nadeln rutschen können und die Angefangene Socke oder Stulpe immer sicher verstaut ist. Diese Garage passt für Nadeln mit der Länge 15 oder 20 cm.


Alle Teile könnt ihr in meinem Shop erwerben.
Ich habe noch ca 1qm von diesem tollen Stoff und werde mit Sicherheit noch etwas passendes nähen. Was haltet ihr von einer kleinen Handtasche? Oder vielleicht doch ein Shopper?
 

Menschlichkeit zur kalten Jahreszeit

Wie sich das Leben manchmal ändert. Und wie Handarbeiten und selbst gestrickte Socken hier Hilfe leisten. Für Obdachlose und Kinder in schwierigen Lebenssituationen. 

Für mehr Menschlichkeit.  



So schnell kann’s gehen!


Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat uns mit großen Schritten eingeholt und ganz bald ist auch der Winter da.

Für viele Menschen in Deutschland fühlt es sich jetzt schon an, wie Winter. Grade dachte ich: wenn ich morgens um 6:00 am Bahnhof stehe und friere, wie mag es dann all denjenigen gehen, die die ganze Nacht am Bahnhof verbracht haben? Oder unter einer Brücke, oder auf einer Parkbank?

Wie mag es all denjenigen gehen, die keine Möglichkeit haben, sich in ein warmes, schützendes Haus zurück zu ziehen? Die Wind und Wetter ausgesetzt sind?

Manch einer da draußen denkt vielleicht: „Die Obdachlosen sind selbst schuld an ihrer Situation“ oder: „Sollen sie doch in eine Notunterkunft gehen!“

Aber weder das eine, noch das andere trifft auf alle zu, vermutlich nicht mal auf 10%...

Über die Schuldfrage möchte ich hier jetzt gar nicht schreiben. Es gibt viele Gründe, warum sich das Leben manchmal ändern kann. Und es kann jeden von uns treffen. Verlust der Arbeit, Schulden, Krankheit, Schicksalsschläge…. So schnell kann’s gehen!

In Sachen Notunterkunft möchte ich nur Folgendes in den Raum stellen:

Man stelle sich einfach mal selbst die Situation vor, mit 5-15 anderen auf engstem Raum die Nacht verbringen zu müssen. Keine Privatsphäre, kaum Ruhe. Um einen herum Schnarchen, Husten, Gemurmel. Ich selbst ertrage ja kaum die Jugendherberge oder gar das Matratzenlager auf Wanderhütten oder Pilgerwegen…..


Gegen das Problem selbst können wir, mit unseren derzeitigen Mitteln nicht viel ausrichten, aber gegen die Symptome kann man ankämpfen.




Die Symptome der Obdachlosigkeit sind unter anderem Kälte und Alleinsein, das fehlende Gefühl von Geborgenheit. Und genau da setzt Stricksocken für Rheinberg e.V. an. Das ganze Jahr über haben die rund 120 Frauen und Männer rund um Sabine Baier Socken gestrickt und an die Sammelstelle des Vereins geschickt. Was als frommer Wunsch begann, 100 Paar Wollsocken bis Weihnachten 2017 für Obdachlose im rheinisch-bergischen Kreis zusammenzubekommen, hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt. Es ist schon beinahe eine Bewegung daraus geworden! Inzwischen sind über 2.700 Paar handgestrickte Wollsocken bei Sabine Baier eingetroffen. Beinahe täglich schleppt der Paketbote mehrere Pakete bis vor die Wohnungstür, die zugleich der Eingang zur „Vereinszentrale“, zum „Logistikknotenpunkt“ und vor allem zum „Herz“ des Vereins ist.




Sabine packt aus, fotografiert die Socken, schreibt Blogeinträge und Dankesworte (nachzulesen hier). Danach werden sie nach Größe sortiert und mottensicher verpackt. Den Sommer über haben die Socken im Dornröschenschlaf geschlummert. Jetzt, im Herbst, ist es an der Zeit, sich auf die Socken zu machen. Sie werden wieder ausgepackt, entsprechend verschiedener Bedarfslisten zu Spendenkisten zusammengestellt und von Sabine Baier und ihrem Mann Thomas zu den jeweiligen Empfängergruppen und –Vereinen gefahren. Inzwischen sind es nämlich mehrere. Neben dem Rheinisch-Bergischen Kreis gehen inzwischen auch Spenden nach Schwerte, Köln, Dortmund, und viele andere Orte. Auch stehen nicht mehr nur Obdachlose auf der Liste der Empfänger, sondern auch Kinderhospize, Kinderheime, ein Jugend- und Kinderdorf für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Viele unterschiedliche Füße werden bestrickt. Groß, klein, männlich, weiblich, gesund, krank, mit Familie, oder allein. Alle bekommen das gleiche: Wärme, Geborgenheit. Das Gefühl „Da hat jemand an mich gedacht!“







Und so macht sich heute wieder ein Paket von mir auf den Weg zu Sabine. Nur wenige Paar, aber jedes Paar hilft!

Du möchtest auch helfen? – Strick doch einfach mit!

Du kannst keine Socken stricken? – Kein Problem, wir nehmen auch Schals, Mützen, Stulpen,…

Du kannst gar nicht stricken? – Spende Sockenwolle! Auch angebrochene Knäuel, die schon länger bei Oma rumliegen und auf eine neue Bestimmung warten, sind gerne gesehen!

Du hast keine Wolle? – Auch Geldspenden, für Portokosten oder Info-Flyer, kommen zu 100% an. Jeder Cent hilft <3

Weiter Infos gibt’s auf der Spenden-Infoseite

Eure Stardy


Nähen? Leseknochen!

Manchmal reicht stricken nicht. Oder Wolle spinnen....
Ich bin ja ohnehin ein Mensch, der gerne was neues ausprobiert. Wenn man mich fragt, was meine Hobbies sind, wird es wirklich schwierig. Ich habe so viele Interessen! 

Jedenfalls habe ich vor einigen Wochen eine für mich nicht ganz so neue Handarbeitstechnik wieder aufgenommen. Ich konnte es nie wirklich und meine bisherige Erfahrung damit war eher ein kurzes Intermezzo. 
Ich spreche vom Nähen!
Als Jugendliche habe ich mal 24 Säckchen aus Filz mit der Nähmaschine meiner Mutter gearbeitet für einen Adventskalender, aber wirklich beherrscht habe ich es nie und ich bin da mehr nach Gefühl rangegangen, als nach Anleitung.
Nun hat es mich also wieder gepackt.
Ich habe zwei Nähmaschinen, beide aus den 70ern, beide schwer (da aus Spritzguss / Metall) und beide recht laut. Die eine von meiner Mama übernommen, die andere mal geschenkt bekommen.
Und so hat es mich bereits um Weihnachten vergangenes Jahr in den Fingern gejuckt, Stoff zu einem sinnvollen Gebilde zusammenzubasteln. Ich bekam nämlich eine wunderschöne Bobbeltasche für meine Stricksachen von einer Freundin als Wichtelgeschenk.
Und so schlich ich bereits einige Monate durch die Stoffabteilungen der Warenhäuser und durch die beiden Handarbeitsgeschäfte hier im Nachbarort.

Ein Projekt war schnell gefunden, der Stoff noch viel schneller.
Ich wollte zu Beginn etwas einfaches versuchen, und so wurde es ein sogenannter Leseknochen. Die Anleitung gab es gratis im Internet und so legte ich los.

Das erste Mal einen Zuschnitt machen, das erste Mal halbwegs passgenau zusammennähen, füllen und dann die Füllnaht schließen!

Also machte ich mich ans Werk und war (nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Fadenspannung) auch ganz zufrieden mit meinem Ergebnis. 
Nur die Füllung war zu wenig fest gestopft und man sah, wo ich ihn geschlossen hatte.
Also wurde sogleich ein zweiter genaht, der war fester und die Naht etwas filigraner, aber ich war noch nicht zufrieden.

Zwischenzeitlich folgte ein Besuch in der örtlichen Buchhandlung. Da es sich bei Büchern genauso verhält wie bei Wolle und Stoffen, konnte ich nicht ohne ein wunderbares Nähbuch aus dem Laden gehen. Und dort fand ich die Lösung für mein Nahtproblem: die Leiternaht!!!




Also gleich Nummer drei genäht und endlich mit der Naht zufrieden.
Weils so schön war, habe ich gestern Abend noch Nummer vier gefertigt, passend zu einem Paar Socken (Muster "Froschkönig" bei Ravelry). Socken und Leseknochen Nummer viel sind ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermama-in-Spe.


Aber was ist eigentlich ein "Leseknochen"?
Ich würde ihn als Nackenhörnchen mit Bewegungsfreiheit beschreiben. Eine tolle Nackenstütze, wenn man auf dem Rücken liegend lesen möchte.
Oder ein Buchständer.
Oder als Art Venenkissen, das sich Seitenschläfer zwischen die Knie klemmen können.
Oder zur Unterstützung der Lendenwirbel beim Couch-Lümmeln.
Oder, oder oder....

Einfach mal ausprobieren!
Er ist wirklich einfach zu nähen und hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten!

Viele Grüße und viel Spaß beim Nähen
Stardy

Blaue Schuppen und Tigerfüße

Hallo zusammen!
Die beiden Sockenpaare, die ich euch heute vorstelle, habe ich auch schon eine Weile fertig. Es sind zwei ganz unterschiedliche Paare mit ganz unterschiedlichem Ausgangsmaterial und gegensätzlicher verarbeitung.
Einmal günstige Wolle, einfarbig, im Muster verstrickt. 
Das andere Mal Markenwolle, mehrfarbig, als schlichte Stinos gestrickt.

Das erste Paar, die "Blauen Schuppen" in Anlehnung an das Muster Secret Shells, das in einer Facebookgruppe als Monatsmuster gestrickt wurde.
Ich habe, wie immer, Größe 39 / 40 gestrickt. Die Wolle ist von Tedi. Normal stehe ich nicht auf "Billigwolle", aber diese Farbe hat es mir einfach angetan. Und sie fühlt sich super-weich an, obwohl sie einen recht hohen Schurwollanteil hat. Die Wolle hat sich auch sehr angenehm verstricken lassen, wenngleich an einigen wenigen Stellen das Garn unterschiedlich dick war. Knoten waren keine in den beiden Knäuel. Die Socken wurden inzwischen schon 2 oder 3 Mal gewaschen, sie waren ja bereits im September fertig. Ich kann keine Beeinträchtigung des Strickwerks durch das Waschen feststellen. Ich bin also wirklich zurieden, obwohl es "Billigwolle" war.



Das zweite Paar Socken, das ich im September gestrickt habe, sind "Tigerfüße" geworden.
Verwendet habe ich Opal Sockenwolle aus der Regenwaldkollektion, in der Farbe "Wonneproppen". Sie hat einen kurzen Farbverlauf, nein, eher Sprenkel, die verstrickt wie die Fellzeichnung eines Raubtieres wirken. Um diesen Effekt nicht zu zerstören, habe ich die Socken (wieder Größe 39 / 40) schlicht glatt-rechts gestrickt, sogenannte "Stinos" und lediglich eine Masche pro Runde links gestrickt, als "Dehnungsfuge", weil ich mir nicht sicher war, ob glatt-rechts gestrickte Socken nicht zu schmal für den mittelkräftigen Spann von Mamas Füßen sind. Es hat dann aber alles wunderbar gepasst.
(Das Nadelspieltäschchen auf dem rechten Foto hat eine Strickfreundin für mich genäht, damit ich nicht immer meine Nadeln verliere. Ich stricke ja vor allem auf der täglichen Zugfahrt zu Arbeit und wieder nach Hause)





Ich hoffe, sie gefallen euch und würde mich freuen, wenn ihr bald wieder reinschaut!

Viele Grüße,
Stardy





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