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Snowdyed Garne – Wolle färben mit Schnee

Schon lange fasziniert mich das Thema „Färben mit Schnee“ und als es Anfang Dezember 2023 bei uns etwa einen Meter Schnee hatte, habe ich die Gelegenheit ergriffen und mich endlich den schneegefärbten Garnen gewidmet. Das Tolle am Wolle Färben mit Schnee ist, dass man nie so ganz genau weiß, wie die Farbe am Schluss raus kommt. Es ergeben sich einmalige Effekte und die Farben gehen in Schichten übereinander ins Garn. Es entstehen vor allem marmorierte Garne und Chamäleon-Färbungen
Heute möchte ich euch erklären, wie ich vorgegangen bin und was das Besondere an schneegefärbter Wolle ist.

 

Für das Färben mit Schnee benötigt man einige Dinge:
Schnee (wer hätte es gedacht!)
ungefärbte Wolle im Strang
Säurefarben für Wolle
Salz
Zitronensäure
Ein flaches Gefäß, in dem die Wolle gefärbt wird.

Alle Behälter und Werkzeuge sollten ausschließlich fürs Wolle Färben verwendet werden und danach keinesfalls mit Lebensmitteln in Berührung kommen.
Für den persönlichen Schutz empfehle ich zudem Gummihandschuhe und eine Atemmaske, den Färbestaub reizt die Atemwege.

 


Zur Vorbereitung ziehe ich jeden Strang auf einen wiederverschließbaren Kabelbinder auf, damit sich nichts verheddert.
Dann werden die Wollstränge nebeneinander in das flache Gefäß gelegt, so dass jeder ein bisschen Platz hat.
Ich verwende zum Färben immer Gastro GN-Behälter der Größe 1/1 mit 6,5 cm Tiefe. In diesen Behältern haben 5 Strang Wolle bequem Platz.
Nun kommt eine dünne Schicht Schnee auf die Garne. Ich schaue, dass alles gut abgedeckt ist und möglichst wenig Wolle raus schaut.


Nachdem Zitronensäure, Salz und Farbpulver vermischt sind, wird diese Mischung auf dem Schnee verteilt. Wie viel oder wie wenig man nimmt, ist Geschmacksache und beeinflusst das Färbeergebnis.

Man kann noch eine zweite Schicht Schnee drauf geben und andere Farben drüber streuen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass nicht zu viel des Guten im Behälter ist, sonst läuft beim Schmelzen alles über und es gibt eine furchtbare Sauerei.

 


Jetzt braucht es Zeit und Geduld. Wie bei einem Hefekuchen: einfach in Ruhe lassen und zuschauen, wie sich alles entwickelt.
Mein Schnee brauchte 1-2 Tage, bis er geschmolzen war.

Danach habe ich die Wolle vorsichtig aus dem Behälter genommen und in einen anderen, trockenen Behälter gelegt und fixiert.
Ich mache das immer im Wasserbad in meiner Bain Marie, man kann aber auch die Mikrowelle nehmen, wenn man keine Bain Marie hat.

Danach wird alle gründlich ausgewaschen und getrocknet.

 


Ich bin von meinen Ergebnissen begeistert und werde sicherlich noch öfter mit Schnee färben, sofern es hier Schnee gibt.

Möchtest du noch mehr Infos zu Garnen oder Färbetechniken?
Lass gern ein Abo da oder folge mir auf Instagram / Facebook, damit du nichts verpasst.

Servus,
eure Stardy

Neue Farben für den Herbst

Im Juli habe ich mich endlich an die Herbst-Färbungen gemacht.

Ich färbe ja ganz gerne recht bunt, aber nun wollte ich endlich mal etwas "gedeckter" unterwegs sein.
Nunja, das ist mir leider nur bedingt gelungen. Die Ergebnisse gefallen mir aber trotzdem ganz gut!

Braun, gelb, grün.... nicht so "bunt" wie sonst, aber doch leuchtend.

 




 


Die neue Merino Silk Sock nimmt die Farben wunderbar an und bringt sie zum Strahlen.
Dazu der eleganze Glanz der Seide. 

 


Ich habe mich echt schwer getan, euch alle Stränge anzubieten.
Ja, ich gestehe.... 2 Strang habe ich für mich behalten. Ist ja nicht so, als ob ich nicht schon genug Wolle hätte!
Im Moment stehe ich total auf (teilweise) gesprenkelte Garne oder auch auf Pourings. Das dauert zwar deutlich länger, als einfarbige Garne, weil es mehrere Färbedurchgänge benötigt, aber ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Was meinst du?
Soll's mehr davon geben?

Servus,
eure Stardy

Monatsmaschen Juni

[enthält Werbung und externe Links aus Überzeugung]

 

Im Mai und Juni bin ich gar nicht so viel zum Stricken gekommen.

Es ist doch recht viel los gewesen.
Obwohl ich mir vornehme, jeden Tag zumindest 30 Minuten zu stricken, klappt das nicht immer.

So habe ich im Mai, pünktlich zum Geburtstag meiner Mama, das wunderschöne Tuch "Whiteout" von Melanie Berg beendet und im Juni dann die Fäden vernäht.


 
 

Gestrickt habe ich es aus einem traumhaften Garn, das zu 100% aus Yakwolle mit ganz leichtem Tweedeffekt besteht. Das Tuch hatte ich euch schonmal kurz im April vorgestellt.
Es hat richtig Spaß gemacht! Die gestreiften Abschnitte in kraus rechts waren schön fernsehtauglich und die Lace-Abschnitte stellten eine tolle Herausforderung dar, ohne allzu schwer zu sein. Mit ein bisschen Konzentration war das gut zu machen.
Mein Tipp für alle Lace Muster: nach jedem Mustersatz einen Maschenmarker setzen!
Davon kann man eh nie genug haben. Und so sieht man gleich, ob sich ein Fehler eingeschlichen hat.
Mir hilft es, denn jeder abgeschlossene Mustersatz, jeder erreichte Maschenmarkierer ist ein kleines Erfolgserlebnis.
Grausam finde ich es, wenn man am Ende einer Reihe mit rund 300 Maschen im Lacemuster merkt, dass es nicht aufgeht, sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat und das Muster jetzt versetzt läuft.



Ich bin kein Fan davon, zurück zu stricken. Erst recht nicht bei Lace-Mustern.
Aber Fehler im Muster finde ich noch schlimmer!
Manchmal geht ein bisschen schummeln. Zum Beispiel, wenn man eine vergessene Zunahme erst in der nächsten Reihe bemerkt.
Dann zähle ich im Muster durch, wo sie hingehört, nehme sie eine Reihe drunter auf und stricke sie hoch (ähnlich wie bei fallengelassenen Maschen).

Aber um das zu vermeiden, nehme ich lieber mehr Marker, als zu wenige.


Im Juni habe ich dann noch einen Pullover angefangen.
Das Modell Cloudesley von Isabell Krämer ist - von vorne gesehen - ein schlichtes, sportliches Modell mit V-Kragen.
Der Rücken jedoch hat ein raffiniertes Muster mit verzopften Hebemaschen. Einfach toll!

Was mir an der Anleitung auch sehr gut gefällt: sie ist komplett ohne Nähte.
Der Pullover wird von oben her in einem Stück gestrickt.
Ähnlich wie ein Raglan, aber doch irgendwie ein bisschen anders.
Er hat tolle ausgeformte Armkugeln und einen integrierten V-Ausschnitt, der gleich mitgestrickt wird.
Der Anfang der Anleitung braucht ein Bisschen Konzentration.
Inzwischen habe ich aber die Ärmelmaschen stillgelegt und es geht einfach nur gradaus nach unten.
Aufpassen muss ich nurnoch beim Rückenmuster.
Es geht über 4 Reihen uns ist total eingängig!


 

Was ich hierbei gelernt habe?
- Ich liebe noch immer Anleitungen, bei denen ich nichts zusammennähen muss
- Für eine Zopfnadel bin ich einfach zu ungeschickt (oder es fehlt die 3. Hand?)
- Ich stricke Zöpfe jetzt wieder ohne Zopfnadel. Sooo easy!


Was gab's sonst noch außer Stricken in der Handarbeitswelt von Stardy?

 


- Ich habe mein Spinnrad nach über 1 Jahr wieder hervor gekramt und ganz viel gesponnen. Insgesammt 200g schwarzes Alpaka, 100g buntes Alpaka und 100g fliederfarbene Merino


- Ich habe endlich meine Webüro umgestellt. Das sind meine 12qm Webstube/Büro, aus denen ich meine kleine Spinnerey hier betreibe. Zusätzlich gibts noch eine Färbeküche im Keller. Da muss ich mal noch ein paar kleinere Reparaturen machen, damit alles hübsch ist.


Habt ihr im letzten Monat etwas besonders hübsches gewerkelt, oder ein altes Hobby nach langer Zeit wieder ausgegraben?
Ich bin mal wieder neugierig! :)

 

Servus,
eure Stardy

Ein Einhorn kommt selten allein

[enthält Spuren von Werbung für meinen Shop]

Kennt ihr das?
Man sieht im Laden einen Stoff und ist sofort schock-verliebt!
So ging es mir mit einem Einhorn-Stoff, den ich vor knapp einem Jahr entdeckt habe. Ich musste ihn einfach haben und so kaufte ich ihn.Und Einhörner sind absolut im Trend dieses Jahr!
Auf dem zart-rosafarbenen Stoff sind hellbeige und rosane Einhörner, die friedlich lächelnd nach links, bzw rechts trappeln. Der Stoff gefiel mir gut, weil er Ton in Ton gehalten ist und nicht auch noch das Regenbogenmotiv aufnimmt, mit dem das Einhorn so gern kombiniert wird. Das macht diesen Stoff zu etwas besonderem.


Lange habe ich überlegt, was ich daraus machen sollte. Ein Wolldascherl von Farbenmix? Oder eine große Schultertasche? Nachdem ich den passenden Stoff zum Kombinieren gefunden hatte, entschied ich mich, mehrere kleine Projekte daraus zu fertigen. Ein grauer Sternchenstoff als Innenfutter und ein pinker Wolkenstoff als Kontrast gefielen mir sehr gut.
Und so setzte ich mich vergangenes Wochenende an die Nähmaschine.
Meine alte Privileg Super-Nutzstich freute sich, dass sie wieder ackern durfte. Sie stammt zwar (vermutlich) aus den 1970ern, aber ist absolut zuverlässig.


Zuerst nähte ich eine kleine Kram-, bzw. Mini-Projekttasche für kleine Handarbeitsprojekte oder eben all diejenigen Utensilien, die man immer dabei haben muss. Dazu verwendete ich ein Schnittmuster für eine Kosmetiktasche, die jedooch mit einem Reißverschluss geschlossen wird. Ich ersetzte den Reißverschluss durch ene Deckelklappe mit Druckknopf.


Passend dazu entstand ein Utensilo, in das auch ein Handarbeitsprojekt aus zwei oder 3 Knäuel Wolle hinein passt. Das Schnittmuster habe ich mir selbst ausgedacht. Diese Projekttasche ist gefüttert mit Volumenvlies H640 und erhält dadurch eine schöne Fluffigkeit. Der Rand lässt sich zu einer Krempe umschlagen, wodurch das Sternchenmuster des Futterstoffs gut zur Geltung kommt.
An die Außenseite der Tasche habe ich in Kontraststoff noch mehrere Fächer angenäht, damit auch Maßband, Schere, Maschenmarkierer oder eine Wollnadel Platz finden und immer dabei sind.


Weil ich selbst sehr viel unterwegs stricke und dann vor allem Stricksocken nadle, habe ich noch eine passende Nadelspielgarage genäht. Diese Teile sind wirklich praktisch, weil die Maschen unterwegs nicht von den Nadeln rutschen können und die Angefangene Socke oder Stulpe immer sicher verstaut ist. Diese Garage passt für Nadeln mit der Länge 15 oder 20 cm.


Alle Teile könnt ihr in meinem Shop erwerben.
Ich habe noch ca 1qm von diesem tollen Stoff und werde mit Sicherheit noch etwas passendes nähen. Was haltet ihr von einer kleinen Handtasche? Oder vielleicht doch ein Shopper?
 

Wolle färben mit Nüssen

[ganz klein bisschen Werbung durch Verlinkung zu meinem Shop]

Von meinen Nachbarn habe ich einen Ast vom Walnussbaum bekommen.
Ich hatte schon einige Zeit sehnsüchtig zu dem tollen großen Walnussbaum geschielt. Immer wieder wanderte mein Blick über den Zaun.

Und so kam ich zu gut 1 kg grünen Walnüssen und ganz vielen Walnussblättern. Mein Färber-Herz machte einen Freudensprung!






Ein Glück enthalten Walnüsse genügend Gärbstoffe, sodass man sich das Beizen der Wolle sparen kann. Denn ich hatte keine gebeizte mehr da und ich wollte sofort loslegen.
Also schnell alle Nüsse abgepflückt und in meinem Färbetopf aufgekocht. Einige Strang Sockenwolle 4-fach mit und ohne Glitzerfaden kamen mit dazu. Das Ganze einige Zeit köcheln lassen, dann über Nacht abkühlen lassen. Und heraus kam "liquid gold". Ein wunderschöner Braunton, der mich an flüssiges Gold, Kupfer, Bronze oder Karamell erinnert, mit den typischen leichten Nuancierungen, die den Charme handgefärbter Garne ausmachen.




Am nächsten Tag habe ich dann mit den Blättern des Baumes, nun schon leicht angewelkt, gefärbt. Heraus kam ein etwas hellerer Farbton. Im zweiten Zug dann etwas zarterer Ton, der mich an  Milchkaffee erinnert :)



Ich bin überrascht, wie toll sich Färbungen mit Pflanzenfarben kombinieren lassen. Da passt alles irgendwie zusammen.


Diese Färbungen findet ihr auch in meinem Shop.
Welche Farbe wünscht ihr euch als nächstes bei Stardys Spinnerey? 
Erzählt es mir!

Pflanzenfärbungen - was der Garten so hergibt

[enthält ganz dezent Werbung für meinen eigenen Shop] 


(entschuldigt die Mini-Schrift.... Blogger lässt mich das grade nicht größer machen.... wird geändert, sobald Blogger mich wieder mag ;) )

Nachdem die ersten Färbungen mit Säurefarben gut gelungen sind, war es an der Zeit, die Farbpalette der Natur zu testen und mal zu schauen, was der Garten so hergibt.

Entstanden sind ein paar sehr kräftige, leuchtende Gelb-Färbungen und drei in Grüngelb. Gefärbt habe ich auf 4-fach Sockenwolle. Und weil in uns allen irgendwo eine kleine Prinzessin, ein magisches Zauberwesen oder ein kleines Einhorn steckt, habe ich auch einige Stränge mit silbernem Glitzerfaden ins Farbbad getaucht.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Alaunbeize scheint ganze Arbeit geleistet zu haben, die Wolle hat die Naturfarben gut aufgenommen.
Das war sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich mit Pflanzenfarben experimentiert habe.
Wie gefällt es euch?
Die allererste Färbung in Naturfarben. Das Pflanzenmaterial stammt aus meinem Garten: Mädesüß


 Im Färbetopf. Sieht aus wie Spaghetti. Leider haben sich die Farbschattierungen im weiteren Färbeverlauf "aufgelöst" und die Farbe wurde recht gleichmäßig.



 3 Farbzüge aus Goldrute. Links der erste Zug, in der Mitte der 2. Zug und rechts der 3. Zug. Mir gefällt, welch unterschiedliche Schattierungen sich ergeben.


Goldrute hat eine extreme Färbekraft! Einfach knallig schön. Wo ist meine Sonnenbrille??


Alle meine Färbungen erhaltet Ihr auch in meinem Shop, der inzwischen zu etsy umgezogen ist. 
(Dawanda schließt ja leider Ende August).
Über einen Besuch würde ich mich freuen.

Welche Farben würdet ihr gerne mal in meinem Shop sehen? Schreibt mir doch einen Kommentar :)  

Handgefärbte Sockenwolle

Ich hatte mich ja schon länger in das Thema "handgefärbte Wolle" eingelesen. Es gibt wirklich begabte Handfärber und Handfärberinnen, die mit Hingabe Farbe auf Wolle zaubern. Mit Begeisterung habe ich mir ihre Blogs, Shops, Instagram-Accounts und Facebook-Beiträge angeschaut. Und der Gedanke reifte: "Das will ich auch können!"
Doch wo anfangen?
Ungefärbte Wolle zum Bebunten war schnell gefunden und bestellt. Da ich viele Socken stricke und davon auch einiges an Stricksocken für Rheinberg e.V. spende, habe ich mich für Sockenwolle entschieden. Sollte das Ergebnis nicht ganz den Vorstellungen meines Kleiderschrankes entsprechen, so könnte man daraus sicherlich trotzdem einen dankbaren Abnehmer finden. Das soll nicht heißen, dass "unbeliebte" oder gar "hässliche" Wolle als Spende an den Verein geht, sondern vielmehr, dass man über den Verein so viele verschiedene Menschen und ebenso viele verschiedene Geschmäcker findet, dass sie sicherlich irgendwem da draußen gefällt.


 

Eine gewisse Grundästhetik sollte aber natürlich auch beim Wolle Färben beachtet werden. ;-)
Ich versuche prinzipiell, alles so zu gestalten, dass auch ich es gerne tragen oder verarbeiten würde. Aber ich glaube, so geht es vielen Menschen in der Kreativszene, oder?
Egal, ob stricken, nähen, häkeln, spinnen, filzen, färben oder sonst was: ich bin ein bisschen perfektionistisch veranlagt. Und halb-schön oder geht-so gibt es nicht. Ganz oder gar nicht. Mach es richtig, oder lass es. Und lächeln nicht vergessen :)




Und so habe ich mich durch verschiedene Blogs, Bücher und Rezeptsammlungen gewälzt um zu entscheiden, wie ich als Anfänger starten möchte.
Naturfarben und Pflanzenfarben interessieren mich genauso wie Säurefarben. Der Garten ist groß, die Natur um uns herum bietet allerlei Färbematerial. Solarfärbung wird neben der "normalen" Färbung im Kochtopf sicher auch ausprobiert.


Nach reiflicher Überlegung, etwas chaotischer Vorbereitung (mal wieder eine "Ich mach das jetzt oder nie"-Aktion am Wochenende) sind dann auch die ersten handgefärbten Stränge entstanden.
Und was soll ich sagen? Die Farben sind einfach traumhaft. Ich liebe die Leuchtkraft und ihre Intensität. Beim Wollhändler finde ich oft nur sehr gedeckte Sockenwolle. Aber hier kommt endlich mal Farbe an den Fuß!
Ich muss zugeben, die Farbkombinationen sind teilweise gewagt, aber sie kommen genau so auch in der Natur vor. Auf einer bunten Blumenwiese zum Beispiel. Auch an Sprenkeln, wie sie grade total "in" sind, habe ich mich ganz dezent versucht. Schaut mal hier:




Wie gefallen euch meine Stränge? Jeder ist ein Unikat und kann (zum jetzigen Zeitpunkt) günstig in meinem Shop erworben werden.

Über einen Kommentar, Tipps und Hinweise würde ich mich sehr freuen!

[enthält unbezahlte Werbung für meinen Shop]

Dreieckstuch Percurso von Jennifer Ruschinski

[unbezahlte Werbung, da Markennennung]

Die Wolle für das wunderschöne Tuch "Percurso" lag schon seit einiger Zeit bei mir zu Hause. Aber wie das nunmal so ist, man findet nicht die Zeit oder die Muse, ein bestimmtes Projekt anzufangen. Schuld daran ist oft das Internet. Geht es euch auch so? Ihr stöbert bei Ravelry, Facebook, Instagram und Pinterest und findet so viele schöne Anleitungen. Fleißig wird alles abgespeichert, ausgedruckt, vielleicht sogar schon die Wolle im Lieblings-Wolladen dafür besorgt.
Und dann.... fehlt einfach die Zeit.

Da meine To-Do-Liste vermutlich bis ins Jahr 2037 reicht, war es an der Zeit, mal ein Stückchen davon abzubauen. Und so nahm ich mir die wunderbare Baby Merino von Pascuali Filati Naturali mit in den Urlaub.


Das Garn strickt sich mit den Metallnadeln Zing von KnitPro angenehm schnell und die Farben sind einfach wunderschön.
Ich habe mich für hellblau, dunkelblau, taubengrau und die Trendfarbe petrol entschieden. Mit Nadelstärke 3,5 verarbeitet, hat das Strickstück einen angenehm weichen Griff und fällt schön.

Nun genug zum Garn. Wenden wir uns der Anleitung zu.
Diese ist sehr raffiniert aufgebaut, aber doch für mäßig fortgeschrittene Stricker/innen zu schaffen. Die Mustersätze sind einprägsam, ich habe mir trotzdem nach jedem Mustersatz einen Maschenmarkierer gesetzt. In meinem Fall waren es Büroklammern, die in der Ferienwohnung lagen, denn ich hatte nicht genügend Maschenmarkierer mit. Man muss nur kreativ sein und sich zu helfen wissen :) Das Setzen der Maschenmarker war nur eine Vorsichtsmaßnahme und nicht unbedingt nötig. Aber ich hatte einfach keine Lust, eventuell zurückstricken zu müssen.

Angefangen wird mit dem eingesetzten Lace-Dreieck des Tuchs. Verschiedene Muster, die fließend in einander übergehen und ein schönes Gesamtbild ergeben, werden in 4 verschiedenen Farben abwechselnd gestrickt. Jede Farbe taucht zwei mal auf. Diesen Mittelteil kann man auch in einer einzigen Farbe stricken, es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, weil eben die einzelnen Musterabschnitte aufeinander abgestimmt sind. Ich habe mich jedoch für die mehrfarbige Variante entschieden.




Ist das Herzstück des Schultertuches gestrickt, werden die Seitenteile, ich nenne sie "Flügel", rechts und links angestrickt. Dadurch ergibt sich ein Wechsel im Fadenlauf, bzw der Strickrichtung, was einen tollen Effekt ausmacht. Am Ende wird über beide Flügel noch eine Lace-Kante gestrickt, die der sportlichen Wolle einen eleganten Touch verleiht.



Ich war ganz überrascht, wie schnell dieses Dreieckstuch gestrickt war. Es wirkt aufwändig und einzigartig, ist aber für einen ambitionierten Anfänger auf dem Weg zum Fortgeschrittenen gut zu schaffen. Von meinem Gefühl her Schwierigkeitsgrad 2 von 5.
Alles in allem habe ich für das Tuch 5 Tage gebraucht. Ok ok, ich hatte Urlaub und habe quasi den ganzen Tag nur gestrickt. Aber trotzdem bin ich ein bisschen stolz, dass das so schnell ging.
Mein Projekt bei Ravelry findet ihr hier




Ich werde ganz bestimmt noch ein Percurso in apricot-koralle-rosa-grau stricken.
Im Büro wurde ich bereits auf das Tuch angesprochen. Und durch die temperaturausgleichende Merinowolle von Pascuali ist es sogar sommertauglich.

Danke an Jennifer für die Tolle Anleitung!
Zu ihrem Blog geht es hier. Sie freut sich bestimmt, wenn ihr mal vorbei schaut. 


Zealana Luxuria Air

[unbezahlte Werbung, da Markennennung]

Zealana Luxuria Air - Ein Traum aus Cashmere, Seide und.... Opossum

Neuseeländische Wolle aus Seide, Cashmere und Opossum ergibt ein Paar Handstulpen. Artenschutz und Sicherung eines Ökosystems mit traumhaft wolligen Nebenwirkungen.


Manchmal darfs ein Bisschen mehr sein.
Ich habe mir in der Woche vor Weihnachten eine Kleinigkeit gegönnt, die ich schon länger ausprobieren wollte.
Die Zealana Luxuria Air!

Angefangen hat alles damit, dass ich zum Jahreswechsel 2000 / 2001 für 5 Wochen an einem Schüleraustausch in Neuseeland teilgenommen hatte.
Dort entdeckte ich in einem Laden einen Pullover mit Opossum-Wolle. So etwas leichtes, weiches hatte ich noch nie in der Hand. Ich probierte den Pullover an und wollte ihn am liebsten gleich mitnehmen. Aber wie das nunmal so als 17-jährige Schülerin ist: das nötige Kleingeld für dieses Luxusgut fehlte (in meiner Erinnerung waren das um die 250 NZ$).

Und so blieb der Traum vom Opossum-Pullover ein Wunschtraum.

Vor Weihnachten entdeckte ich bei meinem Lieblings-Wolldealer "Die Mercerie" die Zealana Luxuria Air in einem wunderschönen, gedeckten Weinrot. Und sie hüpfte einfach in meinen Einkaufskorb!

Die Wolle besteht aus 40% Cashmere, 40% Opossum-Haar und 20% Maulbeerseide.
Ein leichter, weicher Traum!
25g haben eine Lauflänge von 175m.
Ein Knäuel reicht gut für ein Paar Handstulpen, die ich gerade arbeite. 



Die Besonderheit an dieser Wolle:
Sie ist leichter und wärmer als reines Cashmere. Und sie neigt quasi nicht zum unschönen Pilling.

Doch was ist eigentlich Opossum?
Das Opossum zählt zu den Beutelratten. Das hier verwendete Haar stammt vom "brushtail possum", zu deutsch "Fuchskusu", einem nachtaktiven, in Neuseeland invasiven Tier, dass das Ökosystem dort massiv bedroht. Das Opossum wurde zur Pelzgewinnung bis 1920 in Neuseeland eingeführt. Die damals 600 Tiere haben sich - aufgrund fehlender Fraßfeinde- zu inzwischen 70 Millionen Tieren vermehrt. Diese fressen die Eier und Küken der flugunfähigen Kiwi-Vögel, bodennistender Papageienarten und anderer, vor allem am Boden lebenden Vogelarten, die nur in Neuseeland vorkommen. Deren Bestände haben sich inzwischen drastisch reduziert, einige davon stehen inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.
Aus diesem Grund werden die Bestände des Opossums in Neuseeland gezielt kontrolliert, das ausgebürstete Fell zu Garn versponnen. 

Die Luxuria Air verstrickt sich sehr leicht und angenehm, auf den Nadeln ist sie wie ein leichtes Lüftchen, eine flauschige Wolke, sie hat quasi kein Gewicht. Meine Maschenprobe von 10 x 10 cm wiegt nichtmal 1g.
Das Strickbild (hier mit NS 4) gefällt mir sehr gut. Falls ich jedoch irgendwann einmal einen Pullover daraus stricken würde (ein Traum aus 250g), so würde ich vermutlich NS 3 wählen.


Lebe deinen Traum

[unbezahlte Werbung, da Nennung der Eigenmarke]

Ein Traum nimmt Gestalt an - mein Shop für Handgemachtes, Utensilos, Projekttaschen und handgesponnene Wolle:

Stardys Spinnerey



Seit einiger Zeit reift ein Gedanke in mir. Erst war es nur ein kleines, schwaches Glimmen, dann ein Glühen. Inzwischen ist es eine lodernde Flamme voller Energie geworden.

Es fing alles mit einer flapsigen Bemerkung an, als ich viel Stress im Büro hatte: „Dann schmeiß ich eben alles hin und werde Woll-Dealer!“ 
Und wie das mit solchen Bemerkungen in stressigen Zeiten ist, manchmal fallen sie auf fruchtbaren Boden. Manchmal ist da jemand, der die Ideen mit befeuert.

Eine gute (wollverrückte) Freundin, hat dieser Bemerkung, dieser Idee ein bisschen auf die Beine geholfen. Wir sponnen den Faden weiter. Wir bauten uns ein Traumgebilde aus Worten, malten uns Gedankenbilder aus Ideen. Dann schlummerte alles ein Weilchen.


Und jetzt ist es wieder da. Es ist aktuell, es ist aktiv.

Nachdem ich mehrfach auf meine Näharbeiten angesprochen wurde und für ein paar Freundinnen die von ihnen herbeigebrachten Stoffe mit der Nähmaschine bearbeitet hatte, habe ich beschlossen, dass ich mit meinen Handarbeiten (sei es genäht, gestrickt, gefärbt, gesponnen) gerne ein größeres Publikum ansprechen möchte.


Und so formte sich der Gedanke zu „Stardys Spinnerey.“

Die Gewerbeanmeldung ist erfolgt, der Dawandashop eingerichtet. (Aus steuerlichen Gründen werde ich allerdings erst zum neuen Jahr Produkte anbieten)





Am 08.01.2018 steigt die große Eröffnungsparty und ihr seid alle herzlich eingeladen!

Wenn ihr zu den ersten 15 Kunden in meinem Shop gehört, erhaltet ihr ein kleines Geschenk zu eurer Bestellung. Denn was wäre eine Party ohne Geschenke?!


Meine Angebotspalette ist flexibel, wird sich stetig erweitern und vorerst öfter durchwechseln. Stoffe und Schnitte sind variabel, ihr könnt mich bei speziellen Wünschen oder Vorstellungen auch gerne anschreiben, ich fertige dann euer individuelles Produkt.


Ob es nun Projekttaschen für Handarbeiten sind, Nadelgaragen, Taschen, Kosmetikbeutel, Kinderkleidung, Deko, handgesponnene Wolle, gestrickte Tücher, Schals, Socken, oder handgewebte Tischwäsche, es ist für jeden etwas dabei, ich bin für alle Wünsche offen und freue mich, wenn wir gemeinsam eine Idee entwickeln, oder ihr aber auf Bewährtes aus meinem Angebot zurückgreift.



Wie ihr mein Angebot findet?

Einfach ganz oben auf dieser Seite auf den Reiter „Stardys Spinnerey – Shop“ klicken; dort gibt es eine kleine Vorschau auf das neue Jahr. Oder direkt hier zu Dawanda und gleich als Lesezeichen abspeichern :)

Herzlichst, eure
Stardy

Aktuell

Wichtige Änderungen ab 15.Juni 2025

Liebe Schläufchenpiekser, verehrte Kunden, seit 01.04.2025 ist die Wolle mein Haupterwerb, mein Brotjob, und nicht mehr ausschließlich Herze...